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Reitabzeichen-Übersicht

Das Basis-Pass Pferdekunde wird künftig als Voraussetzung für den Erwerb eines Deutschen Abzeichens benötigt. Die Prüfung für den Basis-Pass kann aber an einem Tag zusammen mit der Abzeichenprüfung abgelegt werden. Nach dem Basispass kann man den Deutschen Reitpass erwerben oder den Deutschen Fahrpass, je nachdem ob man reiten oder fahren möchte. Im Bereich Geländereiten kann man dem Reiterpass die Prüfungen: Wanderreiten I und II; Jagdreiten I und II; Distanzreiten I, II und III

Im Bereicht Geländefahren gibt es die Prüfungen: Wanderfahren I und II; Distanzfahren I und II

Als Motivationsabzeichen gibt es für Kinder bis zum 16 Lebensjahr:

Reiternadel; kombinierte Reiternadel; Kleines Hufeisen -Reiten-; Große Hufeisen -Reiten- (bis 18 Jahre)

Nach dem Basispass Pferdekunde kann man folgende Prüfungen nacheinander ablegen:

  • Deutsches Reitabzeichen IV
  • Deutsches Reitabzeichen III (Bronze)
  • Deutsche Reitabzeichen II (Silber)
  • Deutsches Reitabzeichen I (Silber mit Lorbeer)

Das Deutsche Reitabzeichen I (Gold) kann nur durch Turniererfolge erworben werden.

Leitfaden zur Longieraufgabe für das Deutsche Longierabzeichen IV:

  • Longenführer für das Pferd in die Zirkelmitte
  • Grißaufstellung
  • Vorstellen des Pferdes
  • Hinauslassen des Pferdes auf die linke Hand

Longieren nach Weisung der Richter:

  • Hinauslongieren oder Anlongiere im Mittelschritt
  • in Arbeitstempo antraben
  • im Arbeitsgalopp angaloppieren
  • Arbeitstrab
  • Mittelschritt
  • Halten
  • Handwechsel (lt. Richtlinien BAND 6)
  • Hinauslongieren oder Anlongieren im Mittelschritt
  • in Arbeitstempo antraben
  • im Arbeitsgalopp angaloppieren
  • Arbeitstrab
  • Mittelschritt
  • Halten
  • Aufnehmen der Longe
  • Grußaufstellung
  • Verlassen des Zirkels

Leitfaden zur Longieraufgabe für das Deutsche Longierabzeichen III:

  • Longenführer für das Pferd in die Zirkelmitte
  • Grußaufstellung
  • Vorstellen des Pferdes
  • Hinauslassen des Pferdes auf die linke Hand

Longieren nach Weisung der Richter:

  • Hinauslongieren oder Anlongiere im Mittelschritt
  • in Arbeitstempo antraben
  • im Arbeitsgalopp angaloppieren
  • Arbeitstrab
  • Mittelschritt
  • Im Arbeitstempo angaloppieren
  • zweimal Galoppsprünge verkürzen und verlängern
  • Arbeitstrab
  • Zirkel verkleinern und vergrößern
  • Über Mittelschritt zum Halten durchparieren
  • Handwechsel (lt. Richtlinien BAND 6)
  • Hinauslongieren oder Anlongieren im Mittelschritt
  • Arbeitstrab
  • Arbeitsgalopp
  • Arbeitstrab
  • den Zirkel verlagern
  • dabei Trabtritte zweimal verlängern und verkürzen
  • Mittelschritt
  • Halten
  • Aufnehmen der Longe
  • Grußaufstellung
  • Verlassen des Zirkels

Der Reiter-Paß

Wichtige Punkte der Vorbereitung auf die praktische und theoretische Prüfung

Inhalt der praktischen Prüfung:

  • Fertigkeiten im Reiten
  • Grundsätzliche Bemerkungen zum Ausreiten
  • Mögliche Aufgabenstellung und deren Durchführung
  • Zäumen, Satteln, Bandagieren
  • Zusammensetzen und Anpassen einer Trense

Inhalt der theoretischen Prüfung:

  • Die Ausrüstung des Reiters und des Pferdes
  • Verladen und Transport, Unfallverhütung
  • Beschreibung: Farben, Abzeichen, Brandzeichen
  • Stall und Weide
  • Füttern
  • Tränken
  • Pflege
  • Anzeichen von Krankheiten
  • Giftpflanzen
  • Gangarten
  • Sitz
  • Hilfen
  • Gesetze, Verordnungen und Bestimungen

Grundsätzliche Bemerkungen zum Ausreiten

Sitz und Einwirkung des Reiters
Im Gelände werden die Bügel zwei bis vier Loch kürzer geschnallt als beim Reiten in der Bahn. Im Trabe trabt der Reiter immer leicht, um den Pferderücken zu entlasten. Sehr wichtig ist im Trab und Galopp das regelmäßige Fußwechseln. Im Galopp wird- ebenfalls zu Entlastung des Pferderückens- der leichte Sitz eingenommen.

Einteilung und Tempo
Am Anfang und am Ende eines Ausrittes sollten jeweils mindestens zehn Minuten Schritt geritten werden .Danach folgt das lösen im ruhigen Arbeitstrab. Das Tempo des Galopps entspricht einem Arbeitsgalopp, das sind ca. 300m pro Minute. In einerspäteren Phase kann das Tempo auch auf 450m pro Minute erhöht werden. Nach jedem schnellen oder längerem Galopp muss eine ausgiebige Schrittphase eingelegt werden. Der normale Ausritt von ein bis zwei Stunden kann ohne besonderes Training und - abgesehen von vernünftigen Schrittpausen- auch ohne Rast jedem gesunden Pferd zugemutet werden.

Bodenbeschaffenheit und Strecke
Voraussetzung zum Galoppieren ist eine übersichtliche, ebene oder leicht ansteigende Strecke. Der Boden sollte weich und federnd und weder zu feucht noch zu tief sein: das gilt besonders für das Galoppieren in höherem Tempo. Auf Feldwegen reitet man auf dem Mittelstreifen. Unbedingt zu vermeiden ist das galoppieren auf Steinen und befestigten Wegen.

Gefahrenmomente und Risikosituationen
Scheut ein Pferd, so versuche man, es im Schenkelweichen oder schulterhereinartig an dem gefürchteten Gegenstand vorbeizureiten. Ein Pferd , das aus irgendeinem Grund heftig wird und sich nicht mit normalen Paraden aufnehmen lässt, kann man auf einem großen, dann immer enger werdenden Bogen zu beruhigen versuchen. Da nur selten einen ausreichende Fläche zur Verfügung steht muss der Reiter die "Notbremse" ziehen: Der Reiter stützt eine Hand am Pferdehals ab und nimmt mit der anderen durch energisches Annehmen und nachgeben die Nase des Pferdes hoch, gleichzeitig richtet er den Oberkörper auf und macht die Beine zu. Pferd die dazu neigen heftig zu werden, sollten vorher in der Halle oder in der Bahn ausreichend geritten oder auch longiert werden.

Mögliche Aufgabenstellungen und deren Durchführung

Vorreiten der Pferde im Schritt
Zügel 4-5cm länger als in den anderen Gangarten .In der Regel sollte eine Verbindung zum Pferdemaul bestehen, in natürlicher Haltung oder am Zügel oder auch am langen Zügel. Bei eiligen Pferden sollten die Zügel immer aufgenommen sein und eine weiche Verbindung zum Pferdemaul halten, die Beine liegen gleichsam mitatmend am Pferdeleib. Faule Pferde werden durch vermehrte vorwärtstreibende Hilfen zum vermehrten Vorwärtstreten der Hinterbeine aufgefordert.. Reagiert das Pferd nicht oder zu wenig sollte man mit der Gerte nachhelfen. Unruhige Unterschenkel sind unschön und die Pferde stumpfen ab.

Antraben und Leichttraben
Die Zügel werden nachgefasst und der Reiter trabt leicht .Der Schwerpunkt des Reiters und des Pferdes sollte im Einklang sein. Die Beine sind ruhig am Pferdeleib, durch den verstärkten Druck beim hinsetzen wird das Pferd zum vermehrten Vorwärtstreten veranlasst. Zu eilige Pferde fängt man mit tiefer Hand durch Annehmen und nachgeben bei gleichzeitigem Schließen der Beine auf.

Fußwechsel im Trab
Zum Fußwechseln sitzt der Reiter einmal aus, dh. er lässt sich einmal aus dem Sattel werfen .Der Reiter steht entweder auf wenn das linke oder rechte Vorderbein vortritt.

Angaloppieren und Galoppieren
Angaloppiert wird aus dem Trab und der Abstand zum vorausreitenden muss groß genug sein. Im Galopp wird der leichte Sitz eingenommen, dh. der Oberkörper geht leicht nach vorn und das Gesäß bleibt dicht am Sattel, die Hände sind tief an den Mähnenkamm geschmiegt. Heftige Pferde fängt man durch Annehmen und Nachgeben auf.

Angaloppieren im Links- oder Rechtsgalopp und Galoppwechsel
Beim Linksgalopp wird der rechte Schenkel eine Handbreit zurückgenommen, das Pferd wird nach links gestellt und die linke Hand geht leicht vor und der linke Bügel stärker durchgetreten. Beim Rechtsgalopp entsprechend umgekehrt. Zum Handwechsel pariert der Reiter zum Trab durch oder der routinierte Reiter reitet einen Galoppwechsel, am Besten aus einem leichten Bogen heraus.

Durchparieren zum Trab
Die Hände bleiben ruhig und die Zügel werden angenommen und geben wieder nach. Der Oberkörper wird zurückgenommen und der Reiter sitzt tiefer ein und schließ beide Waden.

Durchparieren au dem Trab zum Schritt
>> siehe Durchparieren zum Trab

Durchparieren aus dem Schritt oder Trab zum Halten
>> siehe Durchparieren zum Trab

Kehrtwendung
Bei der Kehrtwendung wirkt der Reiter vermehrt mit dem zurückgenommenen äußeren Schenkel und mit dem inneren Zügel .Der äußere Zügel begrenzt das Pferd und der innere Steigbügel wird vermehrt ausgetreten.

Volten oder große Kreise
>> siehe Kehrtwendung

Wendung aus dem Halten
>> siehe Kehrtwendung und zusätzlich  veranlasst innere Schenkel das Seitwärtsgehen.

Wechsel des Anfangreiters
Der Reiter trabt an der Gruppe vorbei und pariert erst wieder durch wenn zwischen ihm und dem nächsten Pferd 2 bis 4 Pferdelängen platz sind.

Reiten am Anfang einer Gruppe
Er hat die Übersicht über die ganze Gruppe und muss jeden Gangwechsel durch Zuruf oder Handzeichen ankündigen. Der Anfangsreiter darf niemals ruckartig durchparieren und muss das Tempo dem langsamsten Reiter anpassen.

Reiten über am Boden liegende Baumstämme
Man reitet die Baumstämme im Schritt oder im Trab. Wichtig ist das die Reiterhand nicht stört und am Mähnenkamm liegt und einen Dehnungshaltung dem Pferd ermöglicht. Der Oberkörper geht leicht nach vorn und die Bügel werden vermehrt durchgetreten.

Springen kleiner Hindernisse
Kleine Hindernis werden aus dem Trab oder ruhigem Galopp gesprungen. Der Sitz ist wie beim Reiten über Baumstämme. Bleibt das Pferd vor dem Sprung stehen muss der Reiter unverzüglich das Hindernis für die nachfolgenden Reiter freizumachen und reitet erneut energischer an und schließt die Beine vor dem Sprung.

Bergaufklettern
Der Oberkörper geht leicht nach vorn und lässt dem Pferd völlige Halsfreiheit.

Bergabklettern
Der Reiter beugt sich leicht vor oder bleibt gerade sitzen, auf keinen Fall darf er sich zurücklehnen.

Reiten auf einer Autostraße
Es wird grundsätzlich an Straßen Schritt geritten. Eine Gruppe von Reitern darf nicht länger als 25 m sein und die nächste Gruppe muss in einer Entfernung von 25m zur anderen Gruppe reiten.

Überqueren einer Autostraße
Ist die Straße übersichtlich reiten alle Reiter auf ein Zeichen gleichzeitig linksum über die Straße. Es darf kein Pferd auf der anderen Straßenseite bleiben.


Ausrüstung des Reiters

? Welche Länge sollte die Reitgerte haben?
 Sie sollte ca. 1m lang sein, damit sie ohne Behinderung von Pferd oder Mitreiter zur Verstärkung der treibenden Hilfen benutzt werden  kann.

? Nach welchen Gesichtspunkten werde die Sporen gewählt?
Am günstigsten sind Radsporen, wobei darauf geachtet werden  muss, dass die Rädchen sich drehen und nicht blockiert werden können. Unbedingt zu vermeiden sind spitze, grobzackige Sporen. Alle Sporenarten sind tabu, die das Pferd verletzen können.

? Wie werden die Sporen angeschnallt?
Entsprechend der Beinlänge des Reiters, das heißt, ein Reiter mit kurzen Beinen schnallt die Sporen etwas tiefer, ein Reiter mit langen Beinen etwas höher. Hat der Reiter lange Beinen dürfen auch die Sporenhälse etwas länger sein, welche parallel zur Sohle geschnallt werden. Die Krümmung des Sporenhalses zeigt dabei nach unten.

Ausrüstung des Pferdes

? Welche Arten von Gebissen sind zu empfehlen?
Dicke Trensengebisse (min 16mm am Maulwinkel): normale und Olivenkopftrensengebisse

? Welche Hilfszügel sind sinnvoll?
Ausbinder, Stoßzügel und das lang geschnallte Martingal. Ausbinder und Stoßzügel dürfen nicht im Gelände verwendet werden.

? Welche anderen Hilfszügel und Zäumungen gibt es, und was ist zu ihrer Verwendung zu sagen?
Kandare, Pelham, Hackamore, Schalufzügel, Chambon. Sie sollten ausschließlich von  wirklichen Können benutzt werden.

Brandzeichen

Zuchtgebiete (Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin-Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hannover, Oldenburger, Westfalen, Rheinland, Rheinland-Pfalz-Saar, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern) des Deutschen Reitpferdes und Brandzeichen. Die Bundeszucht ist der Trakehner.

Stall und Weide

? Welche Höhe muss der Stall haben?
Er muss mindestens 3 m hoch sein, bei mehr als acht Pferden im Stall mindestens 4 m, damit das notwenige Luftvolumen gewährleistet ist.

? Wie groß muss ein Fenster sein?
Pro Pferd mindestens 1m².

? Worauf kommt es bei der Strohmatratze vor allem an?
Sie muss trocken sein und täglich gut gepflegt werden.

? Wieviel Bewegung braucht das Pferd?
Es muss am Tag mindestens eine Stunde Bewegung haben. Wird es nicht geritten oder longiert, so ist für die nötige Bewegung auf der Weide oder einem Paddock zu sorgen.

Füttern

? Warum wird die größte Portion abends gegeben?
Weil nach der Abendfütterung die längste Ruhe- und Verdauungspause folgt.

? Was ist Mash?
Mash ist ein Gemisch aus Hafer, Weizenkleie und Leinsamen, das mit kochendem Wasser übergossen, angerührt und danach lauwarm gefüttert wird. Das Mash ist sehr kräftig und eignet sich daher besonders für kranke und geschwächte Pferde; auch wenn von einem Pferd überdurchschnittliche Leistung verlangt werden (z.B: bei mehrtägigen langen Ritten), ist Mash zu empfehlen.

Tränken

? Wann darf man ein Pferd unter keinen Umständen ungehindert saufen lassen?
Wenn es stark erhitzt ist. Es muss dann erst herumgeführt werden, damit es abschwitzt.

? Welche Mittel gibt es, ein noch schwitzendes Pferd an einem zu schnellen und gierigen Saufen zu hindern?
Man legt ein Büschel Heu oder etwas Stroh) auf das Wasser oder lässt das Trensengebiss im Maul.

Pflege

? Wie oft und aus welchen Gründen wird ein Pferd geputzt?
Es wird jeden Tag einmal gründlich durchgeputzt und außerdem nach dem Reiten glattgeputzt. Das Putzen dient nicht nur der Reinigung, sondern ist auch einen gute Massage. Bei Pferden, die längere Zeit auf der Weide oder ganzjährig im Offenstall gehalten werden, putzt man nur den groben Schmutz weg. Durch zu intensives Putzen würde das Fett in der Unterwolle - der natürliche Schutz vor Kälte und Nässe - entfernt.

? Welche Körperteile dürfen nie mit den Striegel behandelt werden?
Der Kopf, die Gliedmaßen vom Vorderfußwurzelgelenk und Sprunggelenk abwärts, ein hoher Widerrist und abstehende Hüftknochen, also alle wenig bemuskelten Körperteile.

? Wie wird der Schweif gepflegt?
Er wird mit der Hand verlesen und ab und zu gewaschen.

? Wann und zu welchem Zweck werden Pferdebeine abgespritzt?
Nur bei warmen Wetter; das Abspritzen dient der Pflege, Massage und Kühlung. Nach dem Abspritzen müssen die Beine, vor allem die Fesselbeugen, gut getrocknet werden.

Anzeichen von Krankheiten

Giftpflanzen

? Welche Giftpflanzen können für das Pferd besonders gefährlich werden?
Eibe, Gefleckter Schierling, Gift-Wasserschierling, Bilsenkraut, Roter Fingerhut, Großblütriger (Blasser) Fingerhut, Gelber FIngerhut, Frühlingsandöschen, Maiglöckchen, Sommer- Andonisröschen, Liguster, Schöllkraut, Herbstzeitlose, Tollkirsche, Goldregen, Robinie, Buchsbaum

Sitz

? Was sind die wichtigsten Grundregeln für den sitz des Reiters?
Der Reiter muss geschmeidig, entspannt und ruhig sitzen. Sein Schwerpunkt muss mit dem des Pferdes übereinstimmen. Nur wer richtig sitzt, kann auch richtig einwirken!

? Wie soll der Oberkörper gehalten werden?
Beim Grundsitz ist der aufgerichtet, dh. senkrecht und möglichst ruhig. Die Bewegung des Pferderückens wird durch die mitschwingende Mittelpositur des Reiters aufgefangen.

? Wie werden Arme und Hände gehalten?
Die Oberarme fallen im Grundsitz senkrecht herunter, die Ellenbogen liegen locker an der Hüfte: Unterarm, Handrücken und Zügel bilden eine gerade Linie zum Pferdemaul. Beim leichten Sitz sind die Fäuste unterhalb des Mähnenkamms weich am Hals angeschmiegt. Besonders wichtig sind ruhige, niemals starre und ruckende Hände; sie müssen eine gleichmäßige, feine Verbindung zum Pferdemaul (Anlehnung) halten.

? Worauf ist bei der Bein- und Fußhaltung zu achten?
Die Wade liegt knapp hinter dem Sattelgurt (Schulter, Hüfte und Absatz bilden eine Senkrechte), damit sie zum Treiben kommt und sich der Reiter unter seinem Schwerpunkt im Bügel abstützen kann. Wichtig ist einen ruhige Beinlage; unruhige Unterschenkel wirken sich auf das Pferd störend und abstumpfend aus! Das Knie liegen fest und flach am Sattel, was vor allem beim Leichttraben und leichtem Sitz notwenig ist. Der tiefste Punkt ist der Absatz; die Fußspitzen zeigen nur leicht nach außen. Für Reiter, die Sporen tragen, ist die korrekte Fußhaltung unbedingte Voraussetzung!

Hilfen

? Welche Schenkelhilfen gibt es, und was ist ihre Funktion?
Man unterscheidet vorwärtstreibende, seitwärtstreibende und verwahrende Schenkelhilfen. Die vorwärtstreibenden Schenkehilfen bestehen in einem verstärkten Druck beider Waden am Pferdeleib und veranlassen das Pferd zum vermehrten Vorwärtsgehen. Durch einseitigen Druck mit dem Schenkel knapp hinter dem Gurt wird das Pferd veranlasst, seitwärts zu gehen. Durch die verwahrende Schenkelhilfe des entgegengesetzten Schenkels wird die Seitwärtsbewegung begrenzt; der verwahrende Schenkel liegt etwa einen Handbreit weiter zurück als der seitwärtstreibende.

? Welche Gewichtshilfen unterscheidet man?
Beidseitig belastende (vortreibenes Kreuzanziehen), einseitig belastende und entlastende. Letztere wird nur beim Rückwärtsrichten angewandt.

? Welche Zügelhilfen gibt es?
Der Nachdruck, mit dem Zügelhilfen gegeben werden, umfasst eine breite Skala vom Anstehenlassen der Hand über das Durchhalten bis zum Annehmen aus dem Ellenbogen heraus. Nach jedem Anstehenlassen bzw. Durchhalten oder Annehmen der Hand muss unbedingt ein Nachgeben erfolgen. Zügelhilfen werden immer in Verbindung mit treibenden Schenkel- und Gewichtshilfen gegeben.

? Nennen Sie Beispiele für den Einsatz von einseitig treibenden und verwahrenden Kreuz- und Schenkelhilfen.
Angaloppieren, Reiten von Wendungen, Einwirkung bei einem scheuenden Pferd.

? Was sind Paraden, und welchen Zweck erfüllen sie?
Paraden sind ein Zusammenspiel von Schenkel-, Kreuz- und Zügelhilfen (anstehende, durchhaltende, annehmende) etwa zum Zweck des Durchparierens, des Wechsels aus dem Galopp zum Trab oder aus dem Trab zum Schritt (halbe Paraden) sowie zum Durchparieren aus jeder Gangart zum Halten (ganze Paraden. Paraden dienen außerdem dazu, die Aufmerksamkeit des Pferdes zu erhalten.

Straßenverkehrsordnung

Verbote
Es ist verboten: sich auf der Straße mit Pferden aufzuhalten, die den Verkehr gefährden; Pferde vom Fahrrad oder Kraftfahrzeug aus zu führen; mehr als zwei Handpferde mitzuführen.



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