Gott nahm eine Hand voll Südwind,
hauchte darüber und schuf das Pferd.
Er sprach:
Dein Name sei arabisch,
das Gute sei gebunden an deine Stirnhaare,
die Beute an deinen Rücken.
Ich habe dich begünstigt
vor allen Lasttieren,
ich habe deinen Besitzer zu deinem Freund gemacht;
ich habe dir die Kraft zum Fliegen verliehen
ohne Flügel.
Die weiteren Textpassagen sind von mir:
Ein kleiner, brauner Walach,
schon sehr alt,
steht auf einer kleinen, üppigen, grünen Weide.
Die dunkele Mähne fliegend im Wind,
scharf umrissen,
hervor gehoben tritt es aus der Anonymität.
Ein Einzelwesen der Natur,
ein Individuum der Pferdewelt.
Die kleinen Ohren sind gespitzt,
lauschend und aufmerksam dreht er den Kopf.
Die feinen Mähnenhaare,
durch den Schwung mit dem er den Kopf drehte,
fliegen frei und ungezwungen im Winde.
Die blonden Haare eines Mädchens fliegend,
durch die schwungvollen Bewegungen,
leuchten im warmen Sonnenlicht des Sommers.
Über den Zaun der Weide kletternd,
freut sie sich auf den Ausritt mit dem Walach von zarter Farbe.
Auf den Rücken des Pferdes schwingend,
von dem Wind durcheinander gebracht,
fliegen ihre langen Ponyhaare im Wind.
Ein schmales Gesicht,
schon einpaar Jahr´alt,
recht männlich,
vom Leben gezeichnet.
Augen und Nüstern weit geöffnet,
Leidenschaft und Temperament verströmend,
galoppiert der Walach mit demMädchen auf seinem Rücken.
Die Muskeln angespannt,
mit der Ungezwungenheit eines Wildpferdes,
laufend mit verhaltender Kraft.
Ein impulsiver Prachtkerl,
mit gesammelter Stärke und Ausdauer,
und ein zierliches Mädchen,
mit der Schönheit der Jugend und dem Feuer der Leidenschaft.
Unverwechselbar
in den Merkmalen ihrer Körper,
des Ausdrucks,
der Energie, der Bewegung.
Der Walach springend,
mit dem Temperament eines jungen Hengstes,
der Schweif fliegend und frei getragend,
der Zaun weit hinter ihnen liegend,
sind sie beide frei und ohne Verpflichtungen.
In den Sonnenuntergang reitend, heben sie sich wie eine Siluette vom Himmel ab.
Die kleine Füchsin
spitzt die kleinen, lebhaften Ohren.
Die Reiterin gibt Paraden
zur Anlehnung.
Die Fuchsstute galoppiert,
dreht den Hals nach innen,
schnaubt durch die weiten Ganaschen.
Die Mähne und der Schopf wegfliegend,
sie läuft Stolz und Ausdrucksvoll.
Sie wirft den Kopf leicht nach oben,
schlägt mit dem dichten, langen flachsfarbenen Schweif.
Unverkennbar
durch die Geschmeidigkeit,
Farbe,
und Durchlässigkeit.
Dem Adel, des vollen Blutes fern,
und doch so nah.
Maremmano-Herde unterm Regenbogen...
Unendlich dehnt sich der Himmel über der großen, italienischen Tiefebene...
Die Herde, vom vertrauten Cisko´s gehütet,
ist eins mit der Luft und Wolken,
Regen und Regenbogen.
Sanftmut und Ruhe verströmt eine Herde,
eine Anonymität,
in der es keine Einzelwesen zu geben scheint.
Langsam grasend,
beschützt vom Menschen,
in der Gemeinschaft der Artgenossen,
zieht sie dahin...
Doch:
ein feuchter Nachgewitter-Sonnenstrahl fällt auf einen jungen Fuchs,
und schon tritt aus der Herde,
der Anonymität,
das Einzelwesen,
scharf umrissen vor uns hin.
Jedes Pferd,
das der Strahl hervorhebt,
wird vor unseren Augen zum Individium.
Die schlanken Ohren sind gespitzt,
er dreht den Hals,
Augen und Nüstern weit geöffnet,
Mähne und Schopf wegfliegend,
von der Heftigkeit, mit der er den Kopf hochwarf.
Unverwechselbar
in den Merkmalen des Körpers,
der Farbe,
der Bewegung.
Adel ganz ohne dünnes Blut.
Eine Pferdepersönlichkeit.
Geschichte:
Cavallo - Mädchen und Pferde
TRAINING
Georgia ritt den Hannoveraner Consul im vollen Galopp, als Antonia die anliegende Weide betrat. Sie wollte sich an diesem Nachmittag mit Ratina vertraut machen, um sie später ohne Probleme reiten zu können.
Georgia hatte die beiden Pferde noch nicht lange, sowie den Shetlandpony Wallach Caprimond. Vor ungefähr einem Monat war sie Gewinnerin von genau einer Million geworden, durch ihre Freundin, die an diesem Nachmittag nach der Schule einen Lottoschein auf Georgias Namen ausfüllte. Sie selber hielt dies für total bescheuert, da sie schon sehr viel Glück hätte, wenn sie den Einsatz wieder herauskriegen würde. Von dem Gewinn kaufte sie eine Weide, die Pferde, baute das Gebäude und kaufte alles andere, was man sonst noch so braucht.
Antonia putzte den Friesen gründlich durch und schimpfte vor sich hin, wie bekloppt es doch heute wieder in der Schule gewesen sei. Georgia fragte ob ihr kleiner Bruder an diesem Tage noch kommen würde. Worauf sie ein Nein zu hören kriegte, mit dem Nachschub, das sie es nicht wüßte. Antonia verschwand im Gebäude um Sattel und Trense zu holen.
Georgia galoppierte aus einem erhabenen Trab an und der Rappschimmel ging schwungvoll im Arbeitsgalopp. Er lag ein wenig auf den Zügeln, welche ihr aus der Hand zu rutschen drohten.
Die Stute war unterdessen fertig gezäumt und Antonia versuchte sich nun, auf dem Reitplatz, am Aufsteigen, welches beim zweiten Versuch schon wie gekonnt aussah. Georgia war begeistert und meinte, als sie zum Schritt durchparierte, das der Zwerg den Hügel besteige.
Der Rappe war größer als sie und hatte eine gewaltige Brust. Das kleine Mädchen hatte erst vor kurzer Zeit mit dem Reiten begonnen, auf einem Klopphengst, der ihr so manche Feuerprobe beschaffte.
Ratina ging sehr fleißig am Zügel und gab sich der schwungvollen Bewegung hin, die beim Antraben entstand. Plötzlich schrie Georgia los, da Antonia leichttraben sollte, um das Pferd erst zu lösen, welche sofort reagierte. Die Nüstern des Friesen bebten, der Wallach schwitzte am ganzen Körper und schnaubte vor Zufriedenheit. Das dunkelrotbraun haarige Mädchen hatte ihn in ihrer Gewalt und fing an ihre Fäuste zu lockern und ihn trocken zu reiten.
Caprimond lief unterdessen auf der großen Weide hin und her. Georgia informierte sie, dass sie den kleinen Wallach noch reiten oder longieren müsse, falls ihr Bruder nicht mehr käme.
Sie entgegnete mit einem Nein, was soviel heißen sollte, wie hoffentlich kommt er noch.
Georgia beendete das Trockenreiten und machte Consul fertig für die Weide. Er bekam aber, bevor er auf sie kam, in seiner Box etwas Hafer, Kraftfutter.
Caprimond freute sich zu früh über die Gesellschaft auf der Weide, dar sie ihn im nächsten Moment von der Weide holte um ihn zu putzen, für Antonia, da ihr Bruder Alex nicht kam. Diese longierte ihn, während Georgia Ratina abzäumte und auch ihr etwas Futter gab.
Als alles erledigt war und es spät wurde bekamen die zwei großen Pferde leichte Baumwoll-decken auf ihren Rücken
NORMALER ALLTAG
Am Wochenende gab Georgia eine Anzeige auf, da sie nicht genügend Zeit hatte für Pferde, Schule und Freunde. Sie gab an, dass sie Reitbeteidigungen für zwei Großpferde und ein Pony suchte und diese wenn möglich 2-3 mal pro Woche das Pferd bewegen sollte. Über die monatlich Zahlung ließe sich reden.
Das Shetlandpony gehörte zwar theoretisch Antonia und Alex, doch auch diese hatten noch andere Verpflichtungen und Caprimond konnte ruhig öfters bewegt werden. Antonia ritt am Liebsten die Friesenstute, zwar unter Beobachtung von Georgia, aber sie liebte ihren schwungvollen und ausdrucksstarken Trab und das sie sie immer wieder an ihre Grenzen brachte.
Es war April und Ostern nahte. Georgia überlegte, ob sie an Ostern einen Ausritt machen sollte mit den Beiden. Ostereier suchen zu Pferde würde bestimmt viel Spaß bringen und gleichzeitig würden sie das Aufsteigen üben. Antonia würde Ratina reiten und der im Sattel festsitzende Alex Caprimond und sie selbst Consul. Sie hatte zwar noch einen anderen Neffen, doch dieser hatte allenfalls eine groß Klappe und mit Sicherheit tierische Angst.
Am Dienstag kamen die Geschwister schon morgens zu den Pferden, wo Georgia schon im Gange war. Sie war auf der Weide mit Mistgabel und Schubkarre, um die Pferdeäpfel von der Weide zu entfernen. Sie gingen, was Georgia wunderte, sofort auf die Weide und halfen ihr.
Nach kurzer Zeit versuchte Consul die Mistkarre von Antonia umzustoßen, als Caprimond dies bemerkte entschloß er sich ihm zu helfen. Überhaupt war dieses kleine Pony für Alles zu haben. Bald waren alle Äpfel von der Weide gesammelt und die Karren wurden auf dem sogenannten Misthaufen entsorgt. Die Pferde wußten was Sache ist und versammeltensich vor dem Eisentor der Weide. Georgia mixte das Futter zusammen und die beiden Kleinen brachten es in die entsprechenden Boxen, in die anschließend die Pferde hineingeführt wurden. Alex nutzte diese Zeit um scho mal das Pferd zu putzen was er reiten würde. Das Pony schnabte immer wieder nach der Kardätsche,wenn er versuchte den Hintern zu bürsten, da er es so vorsichtig tat und so Caprimond nicht genau wußte ob es eine Fliege war. Georgia zämte ihm das Pferdchen und legte zusätzlich noch zwei Ausbinder an, damit er ihn besser unter Kontrolle kriegen würde. Sie hatte sich vorgenommen einen Schrittausritt mit ihm zu machen und so putzte das zierliche Mädchen für sie die Rappstute. Als sie los wollten sie ihr an den großen Wallach an der Hand mitzuführen, was jedoch Antonia ablehnte, da sie keine große Lust hatte und in der Sonne Zeitung lesen wollte. Consul würde ihr bestimmt gerne Gesellschaft leisten und meinte scherzhaft nch dazu, dass sie ihn so wenigstens mal aufklären könnte.
Die Beiden ritten Richtung Wald und am Waldrand zwischen den Bäumen hindurch. Zurück angekommen sahen sie wie Antonia den Sechsjährigen putzte, der frei auf der Weide umher lief. Ihre mittelblonden Haare wehten im Wind, als sie mit ihm ein Wettrennen zum Tor machte, als sie die Beiden sah. Natürlich gewann er, doch das machte ihr weniger aus. Georgia war mehr oder weniger die Reitlehrerin von den Beiden, lernte aber auch noch dazu. Sie wollte Ratina Sattel und Springglocken anlegen, da sie geplant hatte mit ihr zu springen. Doch sie fand den Sattelgurt nicht und erinnerte sich, dass sie die Satteldecken und Gurte gestern mit nach Hause genommen hatte zum Waschen. Nun, sie hatte sie vergessen mitzunehmen und entschied sich Ratina mit den anderen Pferden auf die Weide zu lassen.
Am Nachmittag nahm sie die vergessenen Sachen mit zu den Pferden und legte Consul die Trense an, stieg auf und ritt die Strecke ab, die sie an Ostern mit den Kindern reiten wollte.
Verstecke für die Ostereier guckte sie sich auch schon aus.
Am frühen Abend fuhr sie wieder nach Hause und sah, das die Futterrechnung gekommen war und wunderte sich, das sie diese nicht schon Mittags gesehen hatte als sie zu Hause gewesen war. Die Rechnung war über hundertneunundfünfzig Mark und ein paar Pfennigen. Sie hatte Hafer, Kraftfutter sowie Heu und Stroh gekauft, welches Morgen geliefert werden sollte und so beschloß sie zur Bank zu fahren und das Geld gleich zu Überweisen.
Freitag war großer Putztag, das ganze Zaumzeug wurde geputzt mit Sattelseife und später mit Sattelfett eingefettet, damit es geschmeidig bliebe. Antonia versuchte Alex zu erklären, wie er es tun müßte, doch der Kleie wollte es einfach nicht kapieren und so brauchte er es nicht tun und alberte mit den Pferden auf der Weide herum.
An diesem Tag meldete sich ein Mädchen auf die Anzeige. Sie hieß Anna und war vierzehn Jahre alt. Georgia bestellte sie Nachmittags zu Ihr und nahm sie mit zu den Pferden, genauso wie zwei Andere. Dort angekommen setzten sie sich ins Gras und Georgia prüfte sie, d.h. stellte ihnen Fragen um zu sehen ob sie fähig wären die Pferde auch alleine Auszureiten oder im Dressurdreieck zu reiten ohne Aufpasser, was sehr wichtig wäre. Die anderen Mädchen waren Freundinnen und hatten überhaupt keine Ahnung, durften jedoch trotzdem Vorreiten. Georgia mußte sich nun entscheiden, da die Beiden keine Ahnung hatten, aber Carmen sehr gut ritt, wie auch Anna. Sie wurde von Georgia mit Kußhand genommen und auch Carmen erhielt eine Einverständnisserklärung, die die Eltern unterschreiben sollten. Sie wurden gleich mit den Regelungen vertraut gemacht, welche waren, dass zum Beispiel jeder seinen Dreck vom z.B. Hufe auskratzen selber weg macht und zwar sofort. Monatlich sollten sie hundert Mark bezahlen und dürften mit Begleitung von Ihr oder mit dem Besitz des Reiterpasses allein ins Gelände reiten. Außerde dürften sie nicht Springen und wenn dann nur mit Aufsicht und Erlaubniss von ihr. Sie riet ihnen eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, da sie sonst, wenn das Pferd sich durch sie verletzen würde, alles privat bezahlen wüßten, sowie die eigene ärztliche Behandelung. Georgia forderte sie auf diese Zettel bis zum Monatsende wieder unterschrieben mitzubringen, um gleich im nächsten Monat mit dem Reiten anfangen zu können. Andernfalls würde sie sich andere Reitbeteidigungen suchen.
Samstag wurden die Pferde nicht bewegt und dann kam de Sonntag, Ostern. Georgia hatte die Pferde am frühen Nachmittag schon geputzt und getrenst, als die Beiden noch bei ihr Zuhause waren mit ihrer Mutter. Sie hatte sich gekonnte weggeschlichen und wartete nun, bis sie nun endlich kamen. Sie hatten ihre neuen Reitsachen an, schwarze Reitstiefel, Hose und Kappe . Dazu hatten sie weiße Pullover an, die sie zu Hause hatten, weil es einfach klasse aussah. Sie selber war farblich auch so angezogen. Sie setzen sich die Reiterkappen auf und schwingten sich gekonnt auf die Pferde. Alex fand die meisten Eier und Antonia strahlte nur vor sich hin.
Das Ganze war ein voller Erfolg, wie auch der restliche Tag. Am nächsten Tag hatten die drei Pferde frei.
FÜTTERN
In der darauf folgenden Woche, nach Ostern, rechnete Georgia nach, wann und was sie bald wieder Nachbestellen müßte, vom Futter. Sie mußte erst noch herausfinden, was die beste Menge an Futter wäre für die Pferde, d.h. das Futter genau auf sie abstimmen. Für die nächste Futterlieferung müßte sie, nur für Heu und Stroh, fünfundfünfzig Mark bezahlen.
Der Schulanfang war gekommen und Georgia ging am Montag, nachdem sie endlich aus der Schule Zuhause war. Antonia war schon da und wartete auf sie, weil sie zusammen den Futterplan verbessern wollten. Die Mädchen waren schnell zu einen Ergebnis gekommen und beschlossen ins Gelände zu reiten. Georgia ging nach Hause und machte Hausaufgaben, während Antonia die Pferde putzt mit denen sie ausreiten wollten, um den Schulstreß zu vergessen. Im Allgemeinen vertrugen sich die Mädchen sehr gut und so war es kein Wunder, dass Antonia Caprimond ritt, anstatt Ratina, die sie über alles liebte, weil Georgia gerne diese reiten wollte. Als Georgia wiederkam sattelte sie sich Ratina und als auch Antonia mit dem Satteln fertig war ritten sie los in Richtung Dorfmitte, Wenden.
Der kleine Schwarzschecke lief aufgeregt auf der Weide im wilden Galopp hin und her. Sie unterhielten sich über die Schule und andere Themen, wo Beide etwas zu erzählen hatten. Die Große erzählte, dass sie darüber nachgedacht habe eine Kutsche zu kaufen und das diese neunhundertfünfzig Mark kosten würde. Außerdem überlegte sie, ob sie einen Pferdehänger kaufen sollte für drei Großpferde für neuntausendneunhundertfünfzig Mark und ein passendes Auto bräuchte sie auch.
Georgia brauchte unbedingt eine Pferdehaftpflichtversicherung, welche sie bereits abgeschlossen hatte und morgen müßte sie die erste Rate bezahlen. Antonia entgegnete, dass die Kutsche warten könne und so war für Beide erst einmal das Thema gegessen. Zurück ritten sie auf Feldwegen, außerhalb von Wenden und Thune, so kam es das sie ein ganzes Stück galoppieren konnten. Antonia hetzte mit Caprimond über das Feld, während Georgia einfiel, das sie noch etwas für die Schule machen mußte.
Angekommen gaben sie den Pferden zu fressen und ließen sie zu Consul auf die Weide. Zuhause kam Georgia eine Idee, die sie am nächsten Tag umsetzen wollte. Sie könnte das Futter zusammen mischen, in einem bestimmten Verhältnis, und eine Plastiktonne tun, so könnte auch jeder Problemlos die Pferde füttern, wenn sie noch einen Futterplan entwerfen würde.
PRÜFUNGEN
Geogia übte schon seit Tagen für den Reiterpaß, um ihn mit Erfolg zu bestehen und für das Reiterabzeichen in Silber, was sie gleich den nächsten Tag machen wollte. Antonia übte ebenfalls für den Paß und heute wollten sie für den praktischen Teil üben, d.h. sie wollten zusammen ausreiten und alles üben was man in der Prüfung können sollte, wie das entfernen von der Gruppe, wo einer links und der andere rechts abbiegen sollte.
Man mußte die theoretische Prüfung und die Praktische bestehen. Am Schlimmsten fand Antonia die theoretische, da sie Wissen mußte wie man eine Trense anpaßt; über Pferd, Haltung, Unterbringung und vieles mehr.
Antonia ritt auf Ratina, wie auch in der Prüfung und Consul ging unter Georgia. Nach zwei Stunden kamen sie wieder mit voller Zuversicht, das Beide bestehen würden.
Dienstag sollte die Prüfung sein und heute war Samstag. Georgia ritt auf den Reitplatz wo sie sich vor dem Ausritt schon mehrere Hindernis aufgestellt hatte und sprang. Alle Hindernis waren zwischen einmeterzwanzig und einmeterfünfzig hoch und am Prüfungstag des Reitabzeichens wären es noch mehr, nur beim Paß wären sie niedriger und auch nur eine Hand voll Hindernisse. Der Wallach nahm die Hindernisse mit seinen einmetersiebzig ganz gelassen, im Gegensatz zu ihr. Auch Antonia sprang, für den Paß, aber nicht ganz so hoch wie sie, da sie ein wenig Angst hatte. Antonia machte den Paß hauptsächlich um allein Ausreiten zu dürfen und ihrer Mutter zu zeigen was sie konnte, wie auch allen Anderen. Später wollte sie auch einmal das Abzeichen machen um an Turnieren teilnehmen zu können, mit einem relativ hohem Schwierigkeitsgrad, die auch nennenswert wären.
Sonntag und Montag übten die Beiden kräftig weiter und die Pferde erhielten wegen der großen Belastung mehr Futter. Dienstag standen sie früh auf und trafen sich, um die Pferde herauszuputzen, Mähne einflechten, putzen, Schweif flechten und alles für die Fahrt vor zu bereiten. Georgia liehet sich für die Hin- und Rückfahrt einen Pferdehänger aus und für den folgenden Tag. Es nahmen Jungen wie Mädchen an der Prüfung teil und die Richter schauten genau, ob man alles hundertprozentig Richtig machte. Die Antworten waren von den meisten Prüflingen nicht genau genug gegeben worden und so fragen sie noch einen anderen, ob dieser die Antwort wüßte. Sie sagten in dem Fall aber nie, ob die Antwort bisher Richtig war. Georgia bestand die Theoretische, wie Praktische mit Bravour, doch Antonia bestand nicht mit sehr gut, doch mit gut. Antonia war über sechzig Zentimetern gesprungen, was zusätzlich im Paß eingetragen wurde und Georgia über eine Höhe von neunzig Zentimetern. Sie freuten sich, doch Antonia konnte es fast glauben und so blieb die große jubelei aus, bis sie den Paß
in der Hand hielt und sie auf dem Weg nach Hause waren.
Einige Stunden später, am Nachmittag, kam Anna um ihre Einverständnisserklärung abzugeben. Carmen hatte sich schon gestern gemeldet, doch ihre Eltern wollten nicht, das sie Reiten würde und so gab sie ununterschrieben zurück. Anna sagte ihr, das sie Montags und Mittwochs könnte und wollte und Georgia teilte ihr Ratina zu, worüber sie sich sehr freute und schnell nach Hause fuhr um Nachträglich die hundert Mark abzugeben, die sie in voller Freude vergessen hatte mitzunehmen. Georgia wollte am nächsten Tag Schlüssel nach machen lassen und konnte die hundert Mark so auch noch gut gebrauchen.
Anna würde auch einen Schlüssel bekommen und dürfte alleine ausreiten, denn sie hatte schon vor einem Jahr den Reiterpaß gemacht und war sogar damals über eine Höhe von fünfundsiebzig Zentimetern gesprungen, was ihr jedoch keine Einwilligung zum Springen mit Ratina einbrachte.
Am nächsten tag war Georgia noch aufgeregter als am Vortag, da sie am heutenigen Tage eine noch wichtigere Prüfung zu absolvieren hatte. Sie sprang noch ein paar Sprünge bis sie losfuhr zum Prüfungsort. Die Prüfungsabschnitte waren leichter als Georgia gedacht hatte. Das Springen machte Consul mit links,
genauso wie die Dressur und den theoretischen Teil erledigte sie mit einem Gut und war stolz auf sich. Vier Stunden dauerte der Prüfungsmaraton insgesamt, was Georgia viel länger erschien, da sie immer sehr lange warten mußte.
Zuhause am Stall angekommen feierten die Mädchen ihren großen Erfolg in diesen zwei Tagen und waren voller Tatendrang. Anna kam an diesen Nachmittag auch und putzte Ratina, nachdem sie mit uns angestoßen hatte, natürlich mit Apfelsaft. Beim satteln und Trensen halfen wir ihr und schauten zu ihr, als sie aufstieg. Sie ritt sie im Schritt warm und trabte mit ihr an, als hätten beide Flügel.
Anna ritt mit sehr weicher und nachgebener Hand, doch konnte sie sich ebenfalls Durchsetzen.
ZUKUNFT
Georgia hatte durch die Prüfungen die Qualifikation der Turnierstufe L (Leicht) und konnte mit weiteren Reitstunden womöglich schon bald Turniere der Stufe M reiten. Sie hörte, das jemand das Reiterabzeichen in Gold abnehmen würde und bei dieser Prüfung noch ein Platz frei wäre. Doch dieses würde bedeuten, das sie sehr hart lernen müßte und sie hatte schon soviel Streß mit der Schule und sie hätte nun die Chance auf ein Fachspeziefisches Gymnasium zu gehen. Sie müßte mit Consul Handarbeit machen und selber auch an sich arbeiten. Georgia hatte nun alle Fäden in de Hand und sie wußte nicht für welchen sie sich entscheiden sollte. Das Mädchen wägte alles genau ab und in Gedanken sah sie sich schon bei der Arbeit.
Aber eines machte ihr angst, sie müßte über Hindernisse von einmeterzwanzig bis einmetersechzig Zentimetern springen.
Antonia war im Moment zufrieden mit dem reiterlichen stand, den sie erreicht hatte und hatte auch keine Lust schon wider ein ganzes Buch auswendig zu lernen. Doch einen Wunsch hatte das Mädchen mit den braunen Augen. Sie wollte springen lernen, richtig springen. Georgia freute dies zwar, aber sie dachte an die Zeit, dies sie opfern müßte um es ihr zu lernen. Antonia lernte zwar schnell, doch dies wäre trotzdem nicht von heute auf morgen erledigt.
Georgia ging am nächsten Tag nach der Schule, Freitag, auf den Reitplatz und baute eine Springreihe auf, die das Pferd zuerst alleine und dann mit Antonia springen sollte. Dazu wollte sie Caprimond nehmen da er klein war und die Hindernisse nicht sehr hoch waren. Sie wußte, das es besser wäre, wenn das Pferd richtig springen muß, da sie so das Gefühl für die Bewegung über dem Sprung besser erlernen . Georgia war gerade fertig, als sie kam und sich Caprimond zäumte. Sie unterrichtete sie nur kurz, danach sollte sie ihr wissen der Dressur zu bessern.
Georgia hatte vor zwei tagen, bei einem Autohändler einen Geländewagen gesehen und überlegte nun ob sie ihn kaufen sollte für 51.000 Mark und fuhr hin, um sich diesen genauer anzuschauen. Der Händler hatte außerdem einen Pferdeanhänger, so wie sie ihn wollte. Sie wollte beides und unterschrieb den Kaufvertrag. Sie bezahlte die Rechnung mit einem Scheck über 6.950 Mark. Der Wagen war schwarz-grau und der Anhänger silber-grau für 3 Pferde mit einem Verstauraum für einen Sattel und eine Trense, was aber nicht weiter störte, da das Auto genug Platz bot, für Alles.
Die Rechnung der Haftpflichtversicherung traf auch ein, am darauffolgenden Tag. Sie betrug pro Pferd hundertzwanzig Mark, wobei man bei dieser auch mit einer Reitbeteidigung versichert war. Dies war nicht bei allen der Fall.
UNGEPLANTER KAUF
Am Sonntag fuhr Georgia zu einem nahegelegenen Pferdehändler, bei dem sie, in der Zeit vor ihren Pferden, geritten war. Sie sah eine Holsteinerstute und verliebte sich auf den ersten Blick in sie. Der Händler schwärmte so von ihr, dass sie sie unbedingt einmal reiten wollte und schon war sie geputzt und getrenst. Sie hieß Susi und hatte einen traumhaften Trab und Galopp, sie schien geradezu zu schweben und Georgia wurde warm ums Herz.
Sie war L ausgebildet und konnte ein paar Lektionen der M- Dressur. Neun Jahre und sollte fünftausend Mark kosten. Sie überlegte hin und her, bis sie anfing den Preis mit schlagfertigen Argumenten herunter zu handeln. Bis auf dreitausendachthundert brachte sie es und kaufte sie per Handschlag. Georgia eilte zu Bank und hob das Geld ab, fuhr zum Stall, holte den Vorführzaum und nahm sie mit nach Hause zu den anderen Pferden. Georgia freute sich auf das Gesicht der Anderen.
Als sie ankam staunteAntonia , samt Bruder, nicht schlecht und fragte was dies zu bedeuten häbe. Sie hatte noch eie Box frei, als hätte sdie dies geahnt und stellte sie als erstes hinein. Dannach holte sie Caprimond, Consul und Ratina rein. Alle Vier bekamen ein wenig Futter und wurden nach Susi auf die Weide gelassen, welche sich über den Auslauf freute.
Consul staunte am Meisten und begrüßte die Neue, die sich gleich unter ihn stellte. Mit den anderen drohten tagelange Kämpfe und keiner wußte wie die Rangordnung später aussehen würde.
Antonia gewann Susi richtig lieb und sie drohte ihr Lieblingspferd zu werden. Sie wollte mit ihr an diesem Nachmittag ausreiten, doch Georgia verbot es ihr, da die Pferde erst mal zusammen auf der Weide bleiben sollten. Alex kam auch und bestaunte den Neuzuwachs. Die Mädchen dachten sich wieder eine Anzeige aus, die sie in Wenden anschlagen wollten. Sie suchten erneut eine Reitbeteidigung, doch nicht nur eine, sondern mindestens Drei.
Am nächsten Tag hatte Georgia eine tolle Idee, als sie noch im Bett lag und sich in der Sonne, die durch´s Fenster schien, rekelte. Sie überlegte ob sie mit Antonia und Alex, vor allen Dingen mit den Pferden, auf einen Reiterhof nahmens Sponagel fahren könnte, auf den sie bereits fünf Jahre gefahren war, aber immer allein. Heute besorgte sie Sattel und Trense für Susi, sowie andere wichtige Dinge.
Mittwoch kam es meldeten sich erneut Mädchen auf die Anzeige, doch nur Ive und Paula waren geeignet und sie bekamen Consul und Susi zugeteilt, für hundertfünfzig Mark im Monat.
URLAUBSPLANUNG
Am Donnerstag gab Georgia den Beiden bekannt, das sie plante mit Ratina, Caprimond, Susi uns Consul zu Sponagel fahren wollte und fragte ob jemand Interesse hatte mitzufahren. Sie würde allen beiden zu den vierhundertfünfzig Mark vierhundert bezahlen, für eine Woche und sie selbst wollte mit den Pferden voraussichtlich eine Woche dort bleiben.
Alex und Antonia sollte ihre Mutter um Erlaubnis fragen und ihr so schnell wie möglich bescheid sagen, damit sie noch einen Platz bekämen. Die Mutter von ihnen war Georgias Schwester und wußte schon bescheid. Sie hatte bereits ihre Zustimmung gegeben.
Auf den Reiterhof würde sie dann Sattel, Trense usw. mitnehmen und Futter. Heu und Stroh bekämen sie dort und eine Preisermäßigung, wenn ihre Pferde zum Reitunterricht benutzt werden dürften, wozu sie bereit war. Georgia kannte den Hof schon lange und hatte daher Vertrauen, dass sie keine Kinder auf ihre Pferde setzen würden die nicht reiten oder schlecht reiten würden.
Vor dem Urlaub sollten Sattel und Trense gesäubert und eingefettet werden und alle decken, Gurtschoner etc. gewaschen. Alles was sie in dieser Zeit nicht mehr gebraucht werden würde sollte schon am nächsten Tag gewaschen werden. Georgia, Antonia und ihr Bruder säuberten den Hänger gründlich und wuschen ihn von Außen ab.
Es war Ende Mai und es waren noch sechs bis sieben Wochen bis zu den großen Ferien. Alle hatten nur einen Wunsch, das nächste Woche schon Ferien wären und sie zu Sponagel fahren würden.
Georgia wollte das alle, ab Mitte Juni nicht mehr ins Gelände gehen sollten und Dressur- und Springunterricht bekämen. Sie wollte sich nicht blamieren und schon gar nicht wegen Alex und Antonia. Die beiden ritten ausschließlich ins Gelände und fast nie ohne Sattel, im Gegensatz zu ihr, welche regelmäßig ohne Sattel ritt um ihr Gleichgewicht zu schulen, wie auch ihre Beinhaltung und Einwirkungen.
Alex und Antonia hatten ein wenig Probleme mit dem Gleichgewicht, besonders wenn sie auf Fremden Pferden ritten, denn jedes Pferd läuft anderes. Sie hatten so nämlich das Problem, das sie sich nicht so schnell auf andere Pferde einstellen konnten.
REITUNTERRICHT
Es war der dreiundzwanzigste Juni, ein Freitag, und Georgia hatte am Vortag mit einer Reitlehrerin telefoniert, die S ritt und den Geschwistern Unterricht geben sollte und ihr selbst.
Die drei Reitbeteidigungen hatten dies mitbekommen und hatten Georgia gefragt, ob diese ihnen nicht auch zusammen Reitunterricht geben könnte. Sie würden dies auch selber bezahlen und die Frau sagte zu. Sie kam am frühen Nachmittag und als erstes bekam Antonia an die Reihe, die Susi bereits geputzt hatte, sowie abgeritten, als sie erschien. Frau Trantow sah freundlich aus und stellte sich vor. Eine Stunde von ihr kostete Georgia vierzig Mark, wie auch den Mädchen, die das Geld zusammen legten.
Als erstes sollte sie traben auf den unteren Zirkel und aus diesem sauber angaloppieren und aus dem Zirkel wechseln, wobei sie bei X traben sollte. Sie bewunderte wie Antonia sie bereits durchgerittten hatte. Nun kam eine Übung, die Antonia nicht besonders mochte, sie sollte fünf Schritte traben und sauber ohne Überleitung fünf galoppsprünge zeigen.
Nun kam eine Trabverstärkung und vieles Mehr, während Georgia anfing Consul zu putzen.
Antonias halbe Stunde ging schnell vorbei und Georgia hatte mühe ihn in der kurzen Zeit zur Durchlässigkeit zu bringen. Sie bekam Übungen gestellt, die sie erst ein, zwei Mal geritten war, wie Außengalopp, Hinterhandwendung und Schulterhereinrichten, was eine Verfeinerung des Geraderichtens war. Danach war Alex an der Reihe, der schon mit Georgia angefangen hatte Caprimond zu putzen. Er wartete eine halbe stunde und fing dann an ihn warm zu reiten. Doch er vergaß, das sie keine halbe Stunde sondern eine ganze Stunde ritt.
Anna, Ive und Paula kamen zusammen und schauten zu als Georgia ritt, bis sie Antonia helfen konnte, beim Füttern. Ratina und Susi bekamen ein wenig Hafer, da sie gleich wieder gehen mußten, wie Consul, der nach dem reiten etwas kriegen würde.
Frau Trantow scheuchte die Beiden über den Platz und gab ihnen eine Übung nach der nächsten. Alex fragte sich schon, was er tun muß und bekam ein wenig Angst, genau wie die Mädchen, die jedoch nach kurzer Zeit an Zuversicht gewannen.
Alex war nun dran und sie merkte, das er Angst hatte und lächelte ihn zuversichtlich an. Er zeigte sich von seiner Besten Seite und Antonia sagte, das er so gut nie geritten wäre. Er strahlte und galoppierte einwandfrei an, doch Caprimond hatte anscheint keine Lust und versuchte ihn loszuwerden.
Als seine halbe Stunde zu ende war kamen die Mädchen an die Reihe. Paula auf Susi, Ive Consul und Anna bekam Ratina. Georgia brachte ihr eine Cola, bevor sie den Mädchen Unterricht gab, denn die wollte sowieso erst einmal sehen was sie konnten, so sollten sie fünf Minuten Vorreiten. Alle schauten nun den dreien zu und auf die Finger, ob sie alles richtig machten. Sie ritten auch so gut wie Antonia und bekamen auch fast die selben Übungen zum Reiten. Frau Trantow bekam ihr Geld und fuhr nach Hause, doch am nächsten Tag würde sie wiederkommen zum Springunterricht.
Alle waren glücklich bei ihr Reitunterricht gehabt zu haben, doch alle mußten zugeben das sie jeden kleinen Fehler gesehen hatte. Georgia meinte, das man so etwas irgendwann automatisch sieht und auch, wenn man
Die Pferde bekamen an diesem Tage mehr Futter als sonst, da sie mehr getan hatten und morgen es weiter gehen würde. Antonia gab zu, das sie in letzter Zeit nichts im Dressurdreieck getan hatte und daher nicht mehr geübt war und wollte dies ändern, genau wie Alex.
Am nächsten Tag kam Georgia morgens schon zu den Pferden und putze für sie Consul, der anscheint schon wußte was auf ihn zukam. Kurz nach ihr traf auch das kleine Mädchen ein und fragte wenn sie reiten sollte. Georgia wollte ihr am Liebsten Caprimond geben, doch sie wollte ihr das nicht antun, da sie ihn so ungern ritt. Also fragte sie sie wen sie gerne reiten würde und sie meinte Susi, welche aber so selten sprang und schlecht, das dies nicht gut gehen würde. Also entgegnete sie, das sie Ratina bekommen könnte oder Caprimond. Antonia entschloß sich binnen zwei Sekunden für die Stute und holte sie von der Weide, um sie schnell zu putzen, da sie als erstes reiten sollte.
Gerade als sie fertig war mit warmreiten kam Frau Trantow und sie konnte sie gleich anfangen sie zu lösen. Geogia half ihr unterdessen eine Hindernis aufzubauen mit einigen Calvalettis, die sie vor den Oxer legte. Sie mußte das Hindernis aus dem Trab anreiten und einen Galppsprung vorher angalppieren, was ihr schwer fiel, doch sie schaffte es fast immer.
Während sie sprang, bereitete sie ihre eigenen Hindernisse vor, die Frau Trantow auf einem Zettel aufgezeichnet hatte. Es waren drei Oxer und vier Stangen, die siebzig Zentimeter hoch waren, im Gegensatz zu den Oxer. Diese waren zwischen einem Meter und einmeterdreizig, doch das beunruhigte sie nicht.
Zusammen hatte sie für Frau Trantow hundertfünfzig Mark ausgegeben, wußte aber, das es allen etwas gebracht hatte. Sie gab ihr das Geld, bevor dies fuhr und die zwei Mädchen alle Stangen und Ständer wegräumten. Jetzt kam Alex, der mit seiner Mutter bei Georgias Mutter waren und fragte, ob sie nicht endlich Mittagessen kommen wollten und schon fuhren sie um die Wette zu Georgia nach Hause.
Die nächsten zwei Tage war der Reitplatz fast jede Minute besetzt und die Pferde hatten kaum noch eine ruhige Minuten, da alle das üben wollten, was die Reitlehrerin ihnen gesagt hatte und da die drei Mädchen ihre Bezahlten Reitbeteidigungstage in diese Woche gelegt hatten, da die Pferde im nächsten Monat zwei Wochen nicht da wären.
PANNEN AM ANREISETAG ?
Es war soweit, Aufregung herrschte im Stall und alle Sättel und Trensen wurden gesäubert, anschließend eingefettet. Georgia brachte die gewaschenen Sachen mit und schlug vor, die Pferde heute den ganzen Tag auf der Weide zu lassen und ihnen nur abends zehn Minuten einzuheizen, indem sie mit den Peitschen sie über den Reitplatz zu jagen.
Alex putzte diesmal auch mit, da es so schneller ging und Antonia hatte Spaß daran, ihm die dreckigsten Teile unterzuschieben. Georgia hatte es zwar mitbekommen, hielt sich aber zurück, denn was würde ihr das bringen. Streit wäre vor programmiert, in den Tagen auf dem Hof, doch wieso sollte sie ihn jetzt hervorrufen, indem sie dies sagte. Der Tag verlief wie im Fluge und die Nacht brach ein und Georgia lag in ihrem Bett und träumte, doch von was? Von der Fahrt, der Ankunft, dem Reitunterricht oder gar von Jungen?
Antonia hatte den ganzen Tag von einem der Söhne geredet, der auf dem Hof lebte und den sie letztes Jahr kennengelernt hatte, bei einem Ausritt. Sie unterhielten sich zwar nicht, doch irgendwie fand sie ihn sympathisch, glaubte zumindestens Georgia. Alex war noch nie auf dem Hof, im Gegenteil zu seiner Schwester, die schon mehrmals mit auf den Hof gefahren war, als Georgias Vater Georgia hingefahren hatte und sogar zu einer Aufführung war sie schon einmal dort hingefahren, wo die Dunkelrotbraune mitwirkte.
Frau Sponagel, die den Hof besaß, hatte sechs Söhne. Zwei von Ihnen waren so alt, das sie, Moritz und Philipp, nicht erwähnenswert waren. Im Gegensatz von Maximilian, der von allen Max genannt wurde und um die neunzehnjahre alt war. Clemens war ungefähr siebzehn, was er aber ungern zugab. Schon mit dreizehn machte er sich ein Jahr, manchmal sogar zwei Jahre älter. Steven, ein angenommenes Kind, war fünfzehn, vielleicht auch sechszehn, sah aber gar nicht so aus und war der Junge für alles und wurde manchmal wie der letzte Dreck von Frau Sponagel behandelt. Der jüngste, der Antonia irgendwie mochte und sie nach ihr bei Georgias Mutter erkundigte, welche ihre Oma war, war so alt wie Antonia, süße Elf.
Eigentlich war er überhaupt nicht süß, er hatte, wie Georgia meinte, Glubschaugen und überhaupt konnte sie nichts süßes an ihm finden.
An diesem Abend war Vollmond, welcher durch Georgias Fenster hinein schaute und ihr Gesicht erhellte. Sie hatte sich eine Gesichtsmaske aufgetragen und so schimmerte ihr Gesicht grünlich, dies hatte sie aber nur getan, da sie wußte, dass sie sowieso nicht gleich einschlafen konnte.
Morgens war sie bereits um sieben Uhr wach und blieb liegen, bis ihr Wecker um acht Uhr klingelte. Um halb drei wollte sie ungefähr losfahren und kurz vorher die Pferde verladen, doch sie hatte nur Platz für Drei in ihrem Hänger. Georgia hatte vor zwei Tagen mit einem Nachbarn darüber welcher Ihr helfen würde, das heißt, den zweiten Hänger mit dem Pony zeihen. Den Hänger borgte sie sich beim gleichen Herrn wo sie sich schon einmal einen Hänger geborgt hatte. Diesen mußte sie vorher abholen und eventuell etwas Reinigen.
Ihren Koffer hatte sie schon gepackt, indem sie jeden Tagen zwei, drei Sachen hineinlegte. So packte sie immer und damit sie später noch wußte was und wieviel sie im Koffer hatte.
Inzwischen war es Mittag und sie kriegte vor Aufregung keinen Happen runter. Die Kinder von ihrer Schwester waren um eins beim Stall, um zu helfen. Sie putzen alle Pferde gründlich, da sie die Nacht, wie auch den ganzen gestrigen Tag auf der Weide waren ohne geputzt zu werden und da die Pferde nach was aussehen sollten.
Die Transportschützer hatte sie vor einer Woche bestellt, für die großen Pferde, welche an diesem Morgen geliefert wurden.
Eigentlich sollten sie schon vorgestern eintreffen, doch es gab eine Verzögerung, was Georgia nicht viel ausmachte, da sie noch rechtzeitig geliefert worden waren. Das Zaum- und Putzzeug wurden ins Auto gebracht, wie auch eine Abschwitzdecke, falls sie sie überhaupt brauchen würden und das Futter. Dann wurden den Pferden die Schützer angelegt, was ihnen ganz und gar nicht gefiel.
Georgias Vater holte die Koffer von den Geschwistern von ihnen zu Hause ab, als er von der Arbeit schlapp und kaputt nach Hause kam. Er war Elektriker und mußte, wie er es Formulierte, sich den ganzen Tag mit Idioten rumschlagen schlagen, womit er meist seine Lehrlinge oder seinen Vorgesetzten meinte, der irgendwie nicht planen konnte und er würde es auch nicht mehr lernen.
Antonia führte Consul in den Hänger, auf die linke Hängerseite, Ratina kam in die Mitte, auf die Rechte kam Susi und Georgia hängte jedesmal die hintere Stange ein, bevor sie sie vorne festband. Alle Pferde gingen ohne Schwierigkeiten auf den Hänger, bis jetzt. Caprimond wollte auf keinen Fall auf den Hänger gehen und weigerte sich mit seiner Art, wie er auch versuchte seinen Reiter loszuwerden.
Alex holte einen Futtereimer und schon ging er ihm ganz artig hinterher auf den Hänger. Die Koffer wurden verladen, bis schließlich alle einstiegen und die beiden Wagen losfuhren Richtung Reiterhof.
Dort waren bereits alle Kinder angekommen und die letzten verabschiedeten sich von ihren Eltern. Zuerst fragte Georgia Steven, ob die Boxen für die Pferde schon eingerichtet waren. Der schwarzhaarige Junge lächelte und zeigte ihr, mit einem JA, die entsprechenden Boxen. Sie waren groß und bereits mit Stroh eingestreut. Antonia hatte unterdessen die Rampe heruntergelassen und wartete auf Georgia, die wieder die Stange herausnehmen sollte. Sie führen die Pferde in umgekehrter Reihenfolge die Rampe herunter. Alex hielt alle Drei fest und die Mädchen nahmen ihnen die Transportbandagen ab. Caprimond meldete sich die ganze Zeit mit einem kläglichen Wiehern, bis auch er von anderen Hänger konnte und zu den Anderen. Consul und Ratina kamen zusammen mit Caprimond und Susi in eine große Box, welche in einer Scheune war. Die Kinder standen die ganze Zeit auf dem Hof und schauten ihnen zu.
Georgia hätte gerne gewußt was sie dachten, da sie selbst über Leute die mit eigenen Pferden kamen auch nichts gutes gedacht, was auch immer zutraf, da diese immer total eingebildet waren. Alex kam in ein zweier Zimmer, wo schon ein Junge war, den Georgia bereits kannte. Er hieß Sebastian und lief ihr letztes Jahr an Ostern die ganze Zeit nach und bewunderte sie. Insgeheim hoffte sie, das alles wieder so sein würde wie letztes Jahr und er sie erkennen würde. Sie hatte sich allerdings verändert, dunklere Haare, dünner und schöne, glatte Haut. Sie kam ins Vorzimmer von ihm und Sebastian , Antonia vorläufig ins Rote Zimmer, wie das Zehner Zimmer mit den neun bis zwölf jährlichen Mädchen genannt wurde.
Es gab auf dem Anwesen ein Zimmer mit zehn Betten, ein Sechser Zimmer und mehrere dreier und zweier Zimmer, wie auch ein Scheunenzimmer und die Hütte. Sie stand in der Nähe vom Reitplatz, einige Meter vom Haus entfernt. Der Reitplatz grenzt an die Hausweide, die seit dem letzten Herbst außerdem noch als Springplatz diente.
Alex´s Zimmer war ganz mit rosa Farbe angestrichen, was ihn nicht störte, da sein Bett so groß war wie ein Ehebett und er so schön viel Platz hatte.
Am Fußende von Georgias Bett waren an der Wand viele Schleifen, von plazierten oder gewonnenen Turnieren von Moritz. Sie war schon einmal in diesem Zimmer und bemerkte, dass seit dem keine weitere Schleife hinzugekommen war oder er diese bei sich zu Hause hatte. Er war schon lange ausgezogen zu Elna, die Georgia schon lange kannte und mochte. Irgendwie verstand sie nicht, das sie mit ihm zusammen war, da er völlig anders war als sie und auch nicht gerade hübsch war.
Nachdem die Pferde von ihnen versorgt waren, kamen alle Kinder zusammen und jeder mußte sich ganz kurz vorstellen. Antonias mußte anfangen und sie sagte ganz trocken, dass sie elf Jahre alt sei, aus Braunschweig käme und in der fünften Klasse sei. Dazu meinte sie auch noch, das sie immer Susi oder Ratina ritt. Das sie auch Caprimond ritt, sagte sie nicht und Georgia konnte sich auch denken wieso. Die anderen führen diese Art und Weise der Vorstellung fort, bis sie am Ende waren und den Reitplan vorbereiteten, das heißt sie fragten wie gut jede reiten könne und überlegte schon mal grob er wen kriegen könnte. Antonia hatte, das letzte Mal als sie da war Siox bekommen und war mit ihm im Gelände, was sie gut fand. Doch Georgia war sich sicher, das sie dieses Mal nicht mehr Siox wollte, da sie mehr konnte und auch mehr vom Pferd forderte.
PFERDEVERTEILUNG
An diesem ersten und spannenden Tag fing es gerade jetzt, am Höhepunkt, an zu regnen. Die Besprechung wurde in die große Halle verlegt, wo alle Speisen zu sich genommen wurden und wichtiges Besprochen wurde. Sie war ungefähr neun Meter lang und sechs Meter breit, mit einer langen Tafel, an der mindestens dreissig Leute ihr essen einnehmen konnten.
In dieser Woche waren zweiunddreizig Kinder dort und die Besprechung dauerte dementsprechend lange. Georgias Pferde wurden noch nicht mit eingeplant, da sie noch niemand kannte, die drei selber sollten sie erst einmal reiten.
Am frühen Abend war nicht viel los und so beschloß Georgia mit Antonia in der Bahn zu reiten. Antonia nahm Ratina und sie nahm den großen Wallach, Alex bestand darauf auf Susi mitzureiten, was hieß, dass er Schritt ritt, auf dem einssechzig Pferd und sie um hin herum trabten und galoppierten, doch Georgia hatte vertrauen und ließ es zu. Die Kinder standen bei ihnen und schauten was sie taten, was Georgia sehr auf die Nerven ging.
Endlich waren sie fertig mit putzen und zäumen, so daß sie in die Bahn gehen konnten und die Dunkelrotbraune Alex in den Sattel half. Sie ritten hinter- und nebeneinander die Pferde zehn Minuten warm, bevor die Mädchen zu traben anfingen. Antonia wiegte sich im Trab, während Ratina ihr fast alleine durchlässig wurde und ihnen Hals bog. Ihre Hilfen waren so gut geworden, dass man diese kaum wahrnahm, auch Georgia war dies bereits aufgefallen, die im Arbeitsgalopp auf den Zirkel ritt und langsam anfing auszusitzen, genau wie die Kleine.
Die Besitzerin, wie alle anderen saßen am Platz und schauten ihnen mißtrauisch zu, als würden sie warten, dass jemand einem Fehler machte. Alex trabte an, als Georgia neben ihm war und sie es im leise gesagt hatte um die mißtrauischen Blicke abzuwenden. Der Anblick ähnelte dem eines Zwerges auf einem großen Berg, da er noch nicht einmal die Hälfte des Seitenanblicks, des Bauches, verdeckte. Frau Sponagel staunte über seine Leistung und lobte ihn so dolle, wie es die Große nicht mochte, da man, wenn man zu stark Gelobt wurde nicht mehr so auf sich achtete und nachlässig wurde. Dies galt zwar nicht für alle, doch war es Georgia trotzdem nicht geheuer und ließ ihn wieder Schritt gehen.
Man sah es dieser Frau an, das sie schon überlegte, wem sie diese Pferde geben könnte. Die Mädchen ritten nicht mehr lange und führten zwei kleine Mädchen auf ihren Pferden umher, aber nur, da sie sowieso trocken geritten werden mußten, im Schritt, und sie keine Lust hatten im Schritt über den Dressurplatz zu eiern.
Die eigentliche Pferdeverteilung fand im kleinen Saal statt, wo die kleineren und unbekannten Kinder keinen Zuritt hatten. Um achtzehn Uhr gab es Abendbrot, geschmierte Brote, und Maximilian ließ, eine Stunde später, nach Georgia rufen, zur Besprechung. An der Besprechung nahmen Maximilian, Frau Sponagel, wie Steven und Georgia teil. Es waren zwar noch mehrere Große in dieser Woche da, doch diese spielten mit den übrigen Kindern Spiele. Sie dauerte nicht lange und Georgia hatte mit ihrer Befürchtung recht gehabt, dass Carmen Sponagel ihre Pferde schon im Kopf eingeplant hatte. Sie bejahrte es, doch nur mit der Möglichkeit, die entsprechenden Kinder auf andere Pferde setzen zu dürfen, wenn es nicht klappen sollte.
Danach wurde der Plan beim Roten Zimmer, wo alle spielten, aufgehangen, nachdem er vorgelesen wurde, damit es keine Drängelei vor dem Zettel gäbe. Viele kannten schon einige Pferde und hofften natürlich auf diese. Die Kinder wurden in drei Dressur-Gruppen aufgeteilt, da es am ersten Tag noch nicht ins Gelände ging, in Anfänger/Longe, Fortgeschrittene und Profis.
Antonia staunte, das sie bei den Fortgeschrittenen war und Alex ebenfalls, was sie leicht verwirrte und ärgerlich machte. Georgia war bei den Profis und beruhigte das Mädchen, das sie auch noch, bei guter Leistung zu den Profis kommen könnte.
Im Zehner Zimmer hatte sie schon eine Freundin gefunden, mit der sie sich gut verstand, die auch schon etwas länger ritt. Sie hieß Sarah, war zehn Jahre alt und sollte Siox, in der Anfänger-Gruppe reiten. Antonia erinnerte sich wieder daran, wie sie sich gefreut hatte, über seinen Rücken kucken zu können und fing an zu lächeln. Constantin, den alle die ihn kannten Conny nannten, dachte das dieses Lächeln an ihn ging und lächelte ebenfalls. Antonia wunderte sich wieso er sie so anstrahlte, war sich keiner Schuld bewußt und machte ihn schräg von der Seite an, wieso er sie so anglotze. Er war zu Boden zerstört und verzog sich wortlos auf sein Zimmer. Antonia begriff, erst als sie am einschlafen war, was sie getan hatte und es tat ihr auf einmal schrecklich leid und hoffte auf baldiges Wiedersehen.
Georgia lag lange wach im Bett und lauschte, verbotener Weise, was sich die Jungen erzählten, wobei es klar über sie ging, da sie immer wieder ihren Namen verstand. Plötzlich sprang etwas auf ihr Bett, es war der Kater Tommy, der Steven gehörte und schon trampelte etwas die Treppe hoch. Doch, es war nicht dieser sondern Opus, ein Hund des Hofes, der mit seinem cremgelben Schwanz wedelte. Sie schickte ihn, nur mit kurzem T-Shirt bekleidet, hinunter auf den Hof, wo sie ihm fast in die Arme lief. Er meinte, das er ihn schon überall gesucht hätte, doch sie glaubte ihm kein Wort, dazu passierte ihm das viel zu oft, das er irgendwo hineinplatzte.
Georgia legte sich wieder ins Bett, der Mond erleuchtete ihr Zimmer und schon träumte sie. Doch von was, fliegenden Pferden? Die Jungen unterhielten sich fast bis in den frühen Morgen und auch im Zehner Zimmer ging bis zwei Uhr morgens die Post ab, was Freundschaften förderte. Die Großen machten, wie immer ihre Schauf-Feten, gegen die Frau Sponagel nichts hatte und ihre Söhne Maximilian, genannt Max und Clemens waren wie immer auch von der Partie. Sie waren auch meist die, die den Alkohol besorgten und Saufspiele vorschlagten und Regeln aufstellten, die sie auch manchmal unbemerkt änderten, je nach belieben.
DER ERSTE MORGEN
Auf dem Hof herrschte schon großes Treiben, als Sebastian und Alex ihr Zimmer verließen und zum Frühstück gingen. Georgia träumte in dieser Zeit noch tief und bemerkte sich nicht. Als alle am Tisch saßen wurde sie vermißt und Steven sollte sie im Auftrag von Frau Sponagel wecken gehen. Als sie nach mehreren Versuchen wach war zog sie sich geschwind an, aß das kleine trockene Brötchen, wie sie es immer tat. Denn sie hätte schon vor dem Frühstück die große Box misten müssen mit Antonia, welche ebenfalls an diesem Morgen sehr spät dran war. Max besprach mit allen den Plan und gab bekannt, wer wenn von der Weide holte. Danach sprangen Antonia und Georgia auf, die mit Steven zur Fuhseweide gehen mußte, mit mehreren kleinen Kindern.
Conny ging Antonia den ganzen Morgen aus dem Weg und Antonia war drauf und dran ein wenig Liebe für ihn zu spüren, außerdem tat ihr alles so unendlich leid. Während dem Misten fragte sie die Große um Rat, welche merkte, das sie auf ihr Herz hören sollte.
Auf dem Weg zur Weide suchte Steven engen Blickkontakt, was ihm aber nicht gelang, da sie sich ausschließlich um die Kinder kümmerte. Doch auf der Weide sah er seine Chance, da er ein Pony an der Mähne gepackt hatte, welches schwer einzufangen war und Georgia hatte die Trense für dieses. Sie ging mit schnellen Schritten zu ihm trenste es und eine Sekunde später zog er sich hinter das größere Pony und küßte sie leidenschaftlich, doch so schnell wie das passierte war er auch wieder weg und sie stand verwirrt auf der Weide und fing ein weiteres Pony ein. Steven mußte nicht, was er tun sollte, da sie den Kuß nicht erwidert hatte und beschloß ihr vorerst aus dem Weg zu gehen und auf eine eindeutige Reaktion von ihr zu warten. Sie gingen im Gänsemarsch zurück zum Hof, mit den Ponys, bannten sie an der Putzstage fest und ließen die Kinder ihre Ponys putzen.
Jetzt ritten die Anfänger und in zweieinhalb Stunden waren die Profis dran. Bis dahin hatte sie Freizeit und redete mit Antonia, welche ihr das was sie zu ihr gesagt hatte nur zurück geben konnte. Sie beschlossen, das sich jeder um sein eigenes Problem kümmere und nur, vielleicht, ein bißchen die Augen offen hielt. Die Beiden gingen zum Reitplatz, wo Max bereits Reitunterricht gab und Melissa und Britta longierten. Von Melissa bekam Georgia den Auftrag, was mit den übrigen Kindern zu machen, Spiele spielen, auf den Spielplatz gehen oder sonstiges. Sie beschloß mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen und nahm einen Fußball mit. Unterdessen sammelte Antonia die Kinder ein und zu Antonias erstaunen bestand Steven darauf mitzukommen und Conny konnte er auch davon überzeugen. Steven versuchte indirekt von Antonia herauszukriegen ob ihre Freundin und Verwandte etwas gesagt hätte, doch Antonia wußte nicht was er wollte und fragte ihn direkt und schmerzlos was er eigentlich wollte, und ob es um Georgia ginge, was er nur bejahen konnte. Antonia versuchte im wiederum indirekt zu sagen, das sie durcheinander war, was dieser auch verstand, zum Erstaunen von ihr. Conny beobachte das Gespräch und dachte gleich, das sie etwas miteinander hätten, zumindestens etwas von einander wollten.
Keiner wollte im Tor stehen, weder in der einen noch in der anderen Mannschaft. Die Mädchen hatten, im Gegenteil zu den anderen Jahren, Lust Fußball zu spielen. Georgia war mit ihren Gedanken ganz wo anders, was man daran merkte, das sie nie den Ball sah, selbst wenn dieser vor ihm liegt. Der Elfjährigen ging es fast genauso, nur das sie sowieso nur Augen für ihn hatte. Nicht für den Ball, für Conny, welcher dieses merkte und sofort alle Gedanken, die er vorher hatte, über Bord warf.
Nach einer Stunde waren sie wieder auf dem Hof, da sie reiten mußte, genau wie Conny und ein paar andere.
Sie putzte sich Susi und Antonia half ihr, in der Hoffnung näher bei Conny zu sein, welcher versuchen sollte Ratina zu reiten. So konnte sie auch gleichzeitig ihm ein wenig, unauffällig helfen, was ihm natürlich auffiel. Dafür, das er Ratina ritt, durfte sie William reiten, sein Pony.
William war ungefähr einmetervierzig groß, ein Fliegenschimmel und schon ein paar Jahre älter als Georgias Pferde. Georgia fand ihn häßlich, doch Antonia sah selbst sein Pferd durch die rosarote Brille. Sie störte das weniger und sattelte auf, als sie mit putzen und dem Anlegen der Gamaschen fertig war. Antonia trenste sie und schon ging es hinunter auf den Dressurplatz, wo bisher keiner war. Sie ritt Schritt, um Susis Muskeln und Gelenke geschmeidig zu machen, Conny und die anderen folgten nach einigen Minuten. Maximilian machte wieder den Unterricht und auch Frau Sponagel war wieder von der Partie. Was unterdessen Antonia machte wußte keiner und sie hatte auch nicht vor es irgendjemanden zu erzählen, aller höchstens Georgia.
Sie war bei Steven und sie redeten über Georgia, die Dunkelrotbraune, da Steven überhaupt nicht mehr wußte, was er tun sollte. Er beschloß immer in ihrer Nähe zu sein und sie anzulächeln, was auch immer er gerade denken sollte, wenn sie sich zum Beispiel mit einem anderen Jungen unterhielt. Er mochte sie seid dem ersten Augenblick, doch diesmal versprühte er das es Liebe war, es konnte nichts anderes sein.
Am Nachmittag hatte Antonia Reitunterricht und Georgia fiel auf, das Steven ständig um sie herum lief, oder war das gar nicht so? Er half ihr und war so immer in der Nähe von seiner Liebe. Diese sah dies jedoch nicht so und dachte schnell etwas Falsches, redete nicht mehr mit Antonia.
Am Liebsten hätte sie alles Conny erzählt, doch sie befürchtete, das sie ihr dadurch nicht die Liebe zerstören könnte, falls sie überhaupt ihn meinte, die ganze Zeit. Vielleicht lügte sie schon die Zeit und damit würde sie dann nur Conny weh tun und das wollte sie nicht. Georgia wollte sich erst Sicherheit verschaffen, das sie Steven nicht liebte, sondern Conny, dann wollte sie erst handeln. Vielleicht war alles gelogen, der Kuß, einfach alles um besser an Antonia heranzukommen. Sie wußte nicht was los war und ging so allen dreien aus dem Weg, auch ihrem kleinen Bruder Alex. Sebastian merkte, das etwas nicht in Ordnung war, als er sie auf ihrem Bett liegen sah und nahm sich ihrer an. Er versuchte herauszukriegen was los sie und sie verspürte dieses bekannte Gefühl, was sie nicht in Worte fassen konnte und überlegte, ob sie sich ihm anvertrauen konnte. Sie setzte sich auf und Sebastian stieg zu ihr ins Bett und setzte sich zu ihr, so daß er mit dem Rücken an der Wand lehnte. Sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter und begann zu erzählen, während dieser sie immer fester in den Arm um sie zu trösten. Sie fühlte sich irgendwie komisch, dies alles einem jüngeren Jungen, den sie eine Woche kannte, doch gleichzeitig, gab er ihr Geborgenheit.
MIßTRAUEN ?
Am Abend wollten Clemens und Max mit den anderen Großen Fingerkloppe spielen, doch nicht mit den üblichen Regeln, der der fingerkloppe bekommen würde müßte ein Glas mit Wodka oder anderem Alkohol mit ordentlich viel Promille ecksen. Sie fragten Georgia ob sie mitspielen wollte und diese stimmte, mit ihrer schlechten Laune zu. Antonia bekam dieses mit und war sehr Überrascht, doch eher negativ statt positiv. Sie fragte sich, wieso sie dies tun wollte und suchte nach antworten bei Georgia. Doch sie sprach nicht mit ihr und ließ sie ohne Worte stehen, so daß sie in ihrer Not zu Steven rannte, der sich nicht zu helfen wußte und diese Situation auch nicht für schlimm oder gar negativ hielt, da sie schon öfters mit getrunken hatte, in den anderen Ferien.
Sie aß diesen Abend, wie jeden Abend nichts und half den Fernseher ins Rote Zimmer zu tragen, da die Kleinen heute Video gucken durften, wie auch die Großen sich dazu gesellen durften. Sie waren sich im Roten Zimmer schnell einig, da alle Kinder „Dirty Dancing“ sehen wollten. Diesen Film hatte Georgia schon sehr oft gesehen, übernahm jedoch die Aufsicht im Zimmer, wo der Fernseher stand, damit diesem nichts passiere. Steven bekam es mit, als er den Fernseher anschloß und anstellte. Die Beiden hatten den Film bereits dreimal zusammen gekuckt und fast jedes Mal lag er im Schoß bei ihr, zwischen ihren Beinen. Alle setzten sich auf die Stühle oder auf den Boden vor dem Fernseher, als der Film anfing, nur sie saß wie immer auf dem Tisch. Steven blieb zunächst im Zimmer und scheckte die Lage. Antonia saß auch auf einem Tisch, der neben dem Tisch von Georgia stand und Conny betrat den Raum und setzte sich in den Sessel, der am Rande des Zimmers stand, während Steven den Raum wie ein aufgescheuchtes Huhn verließ. Conny beobachtete Anonia, welche Conny beobachtete, wenn er gerade mal nicht guckte. Georgia merkte das irgendwas zwischen ihnen war oder werden würde und auf einmal wurde ihr einiges klar. Sie waren wahrscheinlich nur andauernd zusammen gewesen, weil Steven einiges von ihr über sie wissen wollte. Plötzlich kam sie sich so kindisch und eifersüchtig vor, wie sie es noch nie, wegen nur einem Jungen gewesen war. Die Volljährige überlegte hin und her wie sie sich bei Antonia entschuldigen könnte, die Idee kam ihr, als Steven den Raum betrat. Sie sagte zu ihr, dass sie mitkommen sollte und kommandierte ihn zum Kinderbewachen ab. Steven war darüber nicht sehr glücklich, aber immerhin hatte sie mit ihm und was ihm noch wichtiger erschien, mit Antonia geredet.
Die Beiden gingen in Georgias Zimmer, wo Sebastian in ihrem Bett war und schlief, was die Kleine sehr merkwürdig fand und so gingen sie in das Zimmer von Diesem. Die Unterhaltung ging sehr schnell zu Ende, das sie ihr nicht sehr böse war, das sie nicht mit ihr geredet hatte und da sie zu Conny in das Zimmer wollte, in der Hoffnung, das sich noch an diesem Tag etwas entwickelte. Doch Irrtum, er war schon auf seine Zimmer gegangen und machte sich Bettfertig, was allen merkwürdig vorkam, doch Steven ahnte wieso. Er meinte zu ihnen, das es sich von Antonia abgeblitzt fühlte und deswegen die Flucht ins Bett ergriff um zu träumen, wie er es gerne hätte. Antonia fing an zu lachen, da sie sich es sehr gut vorstellen konnte, sie hatte auch einen “Touch“ zum Versauten denken, wie ihn ihre Tante Geogia hatte und so lachte diese nur kurze Zeit später auch so los.
ERWISCHT
Der zweite Tag war zu Ende und Antonia auf Zimmer. Sie schlief oben im Doppelbett, neben Sarah mit der sie sich sehr gut Verstand. Als sie sich auszog und die anderen Mädchen zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren sprach Sarah Antonia auf Conny an, weil er sie immer so anguckte. Antonia versuchte so zu tun, als hätte sie nichts bemerkt, doch sie nahm es ihr nicht an. Die ganze Nacht redeten sie über Conny und darüber ob sie ein gutes Paar abgeben würden.
Zu der Zeit war Georgia noch bei den Pferden in der Scheunenbox und unterhielt sich mit ihnen. Sie wußte nicht mehr was sie tun, sagen oder denken sollte und mußte sich einfach ihren Kummer von der Seele reden. Sebastian war ja ganz süß, verständnisvoll, doch er war erst vierzehn Jahre und so nicht gerade in ihrem Alter oder reif, wie sie es bezeichnete, wenn jemand noch nicht wußte was miteinander gehen heißt, sich lieben und schon gar nicht Zärtlichkeiten geben könnte. Doch er konnte zärtlich sein, ihr das Gefühl von Geborgenheit geben, was sie irritierte. Und dann war da ja noch Steven, mit seinen sechzehn Jahren. Er war durch die „Erziehung“ schon ziemlich erwachsen und hatte es ihr irgendwie angetan. Die Nacht verging im Zeitlupentempo, bis sie einschlief.
Antonia stand bereits um sechs Uhr morgens bei Geogia im Zimmer und wollte mit ihr über
ihr Problem mit Conny reden. Sie konnte ihr nur eines raten. Sie sollte sich in seiner Nähe aufhalten und Körperkontakt suchen. Sie merkte das sie selber auch Sorgen hatte und ging die Treppe hinunter auf den Hof. Steven sah, das sie den Hof betrat und duckte sich hinter das Auto, was auf dem Hof stand. Sie sollte ihn nicht sehen, denn er wollte sich unbemerkt zu Georgia hoch schleichen, was er dann auch tat. Sie lag im Bett, mit dem kurzen T-Shirt bekleidet und hatte ihre Augen geschlossen, als er um die Ecke schaute, auf ihr Bett. Er kniete sich vor ihr Bett und schaute sie an, bevor er sie auf die Stirn küßte und sie die Augen öffnete, erstaunt ankuckte und ihre Bettdecke etwas höher zog. Seine Lippen nährten sich ihrem Gesicht und bis sie sich vorsichtig küßten. Georgia hebteob ihre Bettdecke hoch und Steven legte sich zu ihr ins Bett und nahm sie in den Arm und streichelte ihr über die Haare. Sie fuhr ihm mit der Hand durchs Haar und küßte ihn. In dem Moment kam Antonia die Treppe hinauf gerannt, denn sie hatte ihr Haargummi oben vergessen. Das Mädchen sagte nichts, grinste, griff nach dem Gummi und lief wieder die Treppe hinunter.
Sie mußten anfangen zu lachen und beschlossen jetzt lieber aufzuhören und er ging wieder runter, nicht das die Jungen aus ihrem Zimmer kamen und sie sie so sahen. Georgia grinste über das ganze Gesicht und sie verschwand im Badezimmer, mit etwas Make-up, was eigentlich nicht so ihr Ding war. Die Reiterhose und das enge rote Shirt angezogen und runter. Heute waren beide früh genug wach und so machten sie sich daran, noch vor dem Frühstück ihre Pferde zu Misten, dh. die Pferdeäpfel und den anderen Dreck aus der Box zu nehmen.
An diesem Morgen wollte es irgendwie nicht so klappen, es war einfach dreckiger als am Vortag und so holte Antonia die Strick der Pferde und sie aus der Box zu holen und sie festzubinden, solange das Säubern dauern würde. Alex schaute verschlafen um die Ecke, als sie bereits voll im Gang waren, mit Sebastian zusammen. Er entschloß den Mädchen zu helfen, was diese nicht für nötig empfanden und um nicht rumzustehen holte er sich Striegel und Kardätsche und putzte die Pferde. Sebastian half ihm, so konnte er in ihrer Nähe sein, was an diesem morgen sie fast auf die Palme brachte und ihn zum Plan schickte um zu schauen wer wen reitet.
Georgia hatte gestern Abend nicht beim Plan geholfen und wußte nicht wann sie ritt , wen oder wo. Nach dem sie die Pferde reingebracht hatten kam Sebastian um die Ecke und berichtete ihr, das sie Ratina im Gelände ritt in der Anfängergruppe.
Das Mädchen schaute ihn erstaunt an, sie in der Anfängergruppe? Er sagte, das Steffen auch mit ritt und da wurde ihr alles klar. Sie hatte für die Anfänger die Verantwortung mit Steffen zusammen, doch sie hatte keine Lust mit den Anfängern ins Gelände zu reiten, geschweige denn als Aufpasser.
Beim Frühstück aß sie ihr kleines Brötchen trocken und träumte vor sich hin. Als Max die Kinder einteilte, die jetzt nach dem Frühstück die Pferde holen sollten und die größeren, die mitgehen sollten, damit nichts passiert, hörte sie gespannt zu. Eine Gruppe von Kindern ritt schon am Vormittag und sie mußten sich beeilen, um rechtzeitig zum Mittagessen fertig zu sein, mit der Verpflegung ihrer Ponies.
Nachdem Mittagessen, in der großen Halle, mußten die Pferde und Ponies für das Reiten am Nachmittag geholt werden. Georgia ging die Kinder durch, mit denen sie ins Gelände sollte. Darunter waren Sebastian auf Clara, Sarah auf Siox und Adrian mit Light. Schika ging unter Steven, der mit ihr diesen Ausritt machen sollte.
Sie putzen bereits ihre Ponies, als das Mädchen aus ihrem Versteck kam. Sie hatten sie schon gesucht, denn sie sollte die Ponies holen, doch dafür hatte sie keinen Nerv und so Versteckte sie sich auf dem Heuboden. Die Sonne schien und es war heiß, so heiß, das sie beschloß in Top und kurzer Hose zu reiten, was eigentlich nicht ihr Ding war, da dann die Haut auf dem Sattel klebte. Sie putze ihre Stute und die kleinen Mädchen halfen ihr begeistert. Ratinas lange Mähne und Schweif machten sie zum Traumpferd, der Mädchen. Als fast alle Pferde schon fertig waren kam Alex um die Ecke geschossen und holte das weiße Pony aus der Box um es zu Putzen. Georgia glaube ihren Augen nicht. Die meisten waren schon gesattelt und er fing jetzt erst an zu Putzen. Sie schickte die anderen erstemal auf den Dressurplatz und half ihm schnell. Das hatte auch noch einen Vorteil, da sie so schon bewegt wurden und sie gleich bei allen Nachgurten konnte, welches die Anfänger, vom Pferd aus noch nicht beherrschten. Besonders nicht, wenn Manche weiter gingen. In der Gruppe ritten genau 8 Anfänger mit, was ein ganz schönes Tumult geben würde, wenn auf einmal alle absteigen müßten, um den Gurt festzuziehen und dann noch die Schwierigkeit alleine hochzukommen, aufs Pferd.
Endlich war auch der Letzte fertig und sie konnten losreiten. Es ging die Hauptstraße runter in Richtung Fuhseweide und auf der Brücke gurteten Steven und Alex nach. Sie hatte es schon auf den Hof geschafft, da Ratina auch ohne Bewegung, nur durch das Gewicht des Sattels die Luft aus ihrem Bauch pumpte, welche sich im Bauch befand. Sie war nicht wie manches andere Pferd oder Pony, welche sich erst richtig aufpumpen, wenn sie was tun sollten.
Sie ritten in Richtung Abbensen, welches das Nachbardorf war und bogen ab, denn Georgia wollte über die Felder galoppieren und traben und dann in den Wald durch die Laubkuhlen. Die Wege im Wald gingen steil bergab- und auf, welches Reiter und auch manchem Pferd Spaß machte. Zusätzlich waren dort einige Hindernisse aufgebaut, von einpaar Zentimetern bis hin zu ganz hohen. Als sie am Rand einer Feldes waren, auf einem schmalen Feldweg rief sie nach hinten, dass sie jetzt antrabe und begann kurz darauf Ratina durchzuparieren, als sie dachte, das es auch der letzte mitgekriegt haben sollte. Der Friese schnaubte kräftig, als sie zu einem langsamen Galopp kam und sprang schwungvoll nach vorn. nach einpaar Meter parierte sie zum Schritt durch, über den Trab. Steven war die ganze Zeit am Ende der Gruppe, damit niemand verloren gehe und um wenn es nötig war zu helfen. Georgia dachte die ganze Zeit an das Problem was sie hatte, obwohl sie in manchen Minuten nicht das Gefühl hatte eines zu haben. Niemand von den Jungen sprach sie darauf an. Sie war so in ihren Gedanken vertieft, dass sie nur noch Schritt ging und dich die Kinder beschwerten, sie wollten mal richtig schnell galoppieren. Doch ob sie wirklich im Jagtgalopp ihre Pferde reiten konnten? Sie war sich nicht sicher und so übernahm Alex kurz die Spitze und sie ritt nach hinten zu Steven. Er meinte, dass sie es können müßten und sie sowieso kein Pferd dabei hätten, was sich von der Gruppe entfernen würde. Es könnte nur passieren das einer vom Pferd fällt, doch das tute jeder mal. Georgia guckte sich eine Strecke aus, die sich galoppieren könnten und ritt nach vorne mit der Nachricht, dass sie gleich galoppieren würde und niemand überholen sollte.
Als sie die Spitze wieder errichte machte sie wieder den Anfangsreiter und bog ab, auf ein Feld und galoppierte an. Als sie merkte, dass es gut klappte gab sie noch mehr Tempo. Ihre Haare wehten im Wind und der Sand wurde durch die Hufe nach oben geschleudert. Die Anfänger freuten sich und strahlten sie an, als sie anhielten. Die Ponies schnaubten vor Zufreidenheit und Steven entschloss nach vorne zu Reiten, um in ihrer Nähe zu sein. Er hatte schon am Anfang des Ausritts bemerkt, dass irgendwas mit ihr nicht stimmte, doch wollte sie nicht mit einer Frage dannach unter druck setzen, es ihm zu sagen. Er trabte auf der Schimmelstute an der Gruppe vorbei und als er an der Seite an ihm vorbei war trabte sie auch an. Sie kamen an einem geteerten Weg entlang, auf dem sie nicjht am Rande traben konnten, da sich im Gras immmer wieder Steine befanden, dei den Ponies weh tun konnten und den Hufen schadeten. So hörte man das Getippele der Hufe auf dem Asfalt, sodass manche Menschen, vor allem Kinder ihnen nachschauten, als sise an einer Reihe Häusern vorbei kamen. Mit den Anfängern ritten Steven und Georgia keine zwei Stunden, da es für sie ziemlich anstrengend sein konnte, besonders bei der Wärme und zusätzlich awaren viel ohne sattel unterwegs, was ganz schönen Muskelkater verursachen konnte. Die Zeit verging wie im Fluge und die Ponies schwitzten am Hals und einige sogar am ganzen Körper, wie Schika. Siea Stute wurde am ganzen Körper, nach dem Ausritt, aabgespritzt, mit dem Schlauch, andere nur, am Hals und Sattellage, wo sie gerade schwitzten.
DISCO IM ROTEN ZIMMER
Die Kinder hatten bereits Abendbrot gegessen, da die Geländegruppe später losgeritten war und sie so hätten länger warten müssen. Bevor die Gruppe , vom Ausritt zurückgekehrt, essen konnten, mußten sie noch die Pferde und Ponies auf die Weide bringen. Georgia´s Pferde blieben jedoch im Stall und so mußte sie weder jemanden wegbringen, noch mitgehen, da es ein anderes Mädchen übernahm. Consul, der Rappschimmel, wurde den ganzen Tag nicht bewegt und so nutzte sie jetzt die Gelegenheit, holte ihn aus dem Stall und spannte zwei kleine Kinder ein ihn zu putzen, um selber essen zu können. Als sie wieder den Stall betrat mußte sie nur noch die Trense, Sattel und die Gamaschen anlegen. Steven bot ihr an, den Walach warm zu reiten, was das Mädchen dankend annahm.
Clemens und Max bereiteten unterdessen die Disco vor, welche im Roten Zimmer stattfinden sollte. Die Jungen bauten die Anlage auf, während die Kinder des Zimmers, dieses aufräumten. Antonia freute sich, wie die anderen Mädchen darauf, im Gegenteil zu den Jungen, welche nicht so fürs Tanzen waren. Conny hielt auch nicht viel davon, um zu sagen nichts, doch das könnte für ihn die Chance sein Antonia näher zu kommen und wer weiß was passieren würde. Als Georgia Consul wieder in den Stall brachte fing bereits die Disco an und sie zog sich auch eilig ein enges Top und ihre enge Schlaghose an. Sie betrat das Zimmer und sah, das keiner außer zwei , drei Mädchen tanzte und schlug vor Zeitungs- tanzen zu spielen und Max lief gleich los und Zeitungen zu holen. Man mußte zu zweit auf einer Zeitung tanzen und nach einer bestimmten zeit mußte man die Zeitung immer in der Mitte falten. Das Paar was letzter übrig blieb, d.h. nie den Boden berührte und sich dabei noch bewegte, hatte gewonnen. Conny und Antonia bildeten, wie auch Sebastian und Alex bildeten eine Gruppe, wobei Sarah gerne mit Alex ein Paar gebildete hätte, doch zu schüchtern war ihn zu fragen. Steven tat sich mit Georgia zusammen, welche natürlich wußte, das er nur mit machte um einen Grund zu haben sie anzufassen, sie zu berühren. Die Zeitung war nun so weit zusammen gefaltet, dass sich Antonia und Conny praktisch schon in den Armen lagen, doch einer von ihnen berührte leider den Boden. Antonia verließ das Zimmer unbemerkt und er folgte ihr nach einiger Zeit, als sie bereits wie vom Reitplatz zurückkam und über die Schwelle ins Haus in sein Arme stolperte. Als Sarah aufs Klo ging und um die Ecke guckte sah sie wie sie sich küssten, riß sich zusammen und ging wie zu den anderen. Drinnen spielten sie unterdessen weiter, bis die Uhr zehn schlug, Antonia wieder ins Zimmer ging und das ganzen kleinen Mädchen ins Bett mußten, wie auch Sebastian und Alex.
EIKSERSEE
Es war Dienstagmorgen und die Sonne schien schon mit voller Kraft, so dass es schon sehr warm war und Geogia überlegte, ob sie wirklich auf Susi in der Springabteilung mitreiten sollte. In der Gruppe ritten nicht viele mit und sie entschloß mitzureiten, denn sie könnte ja mit ihrem Pferd jederzeit aufhören. In der Scheue war es noch richtig schön kühl und so entschloss sie sich ihre Stute in der Scheune festzubinden und dort zu putzen, sattelte auf, trenste und ging hinunter auf den Platz um sie warmzureiten, denn sie durfte ja nicht das Pferd im kalten zustand springen lassen und damit zu riskieren, dass sie sich eine Verletzung zuzog. Die Besitzerin des Hofes plante unterdessen den Nachmittag am Badesee zu verbringen.
Max sollte den Unterricht machen, und als sie ihn alle vermissten kam er auch schon mit freiem Oberkörper auf den Platz geeilt. Der Holsteiner galoppierte unterdessen schon vollkommen gelöst unter Georgia über den Platz, um die Hindernisse herum. Georgia konnte zwar schon sehr gut springen und hoch, doch eine Korrektur aus der Sicht eines anderen konnte nie schaden, vor allem weil Susi noch nicht oft gesprungen war und als reines Dressurpferd ausgebildet war und somit nahm sie jeden Tipp an, den er ihr geben konnte, doch dazu musste er sie Springen sehen. Antonia hatte an diesem Morgen verschlafen und merkte erst jetzt, dass sie mit Ratina am Springunterricht teilnehmen sollte. Constantin hatte es schon in der Frühe gelesen und ihr die Stute heimlich fertiggemacht. Antonia lief erschocken über den Hof, wo schon alle mit ihrem Pferden auf den Reitplatz gingen und fragte wie spät es schon sei. Sie hatte ihren Schlafanzug an, welcher aus einer schwarzen Hotpants und einem hauchdünnen Trägertop bestand und ungekämmte Haare. In dem Moment kam Constantin um die Ecke, schmiss sie förmlich aufs Pferd und brauchte sie auf den Reitplatz. Max staunte nicht schlecht, denn welches Mädchen ritt schon im Schlafanzug und ohne BH in einer Springstunde mit? Man merkte, wie er sich bei diesem Anblick freute und Conny setzte sich auf die Bank am Reitplatz um zuzuschauen. Georgia traute ihren Augen nicht und musste sich das Lachen verkneifen. Antonia wusste nicht wie ihr geschah und ritt ganz verstört in der Gruppe mit.